Der Sportgeschichts-Podcast

Geschichten über Legenden und Meilensteine des Sports

Fußball: Bayern München 1990/91: Abstiegsangst und das 3-Trainerjahr

Bayern nach der WM 1990 auf dem absteigenden Ast. Jupp Heynckes, Sören Lerby & Erich Ribbeck. Beckenbauer und Rummenigge kehren zurück.

25.06.2026 63 min

Zusammenfassung & Show Notes

Der Weltmeister-Kater (Saison 1990/91) 
Ausgangslage: Fünf frischgebackene Weltmeister kehren mental erschöpft zurück. Trainer Jupp Heynckes verspricht den Fans auf dem Marienplatz voreilig den Europapokal. 
Das Pokal-Trauma: Der FC Bayern scheitert in der 1. Runde des DFB-Pokals sensationell mit 0:1 beim drittklassigen Oberligisten FV 09 Weinheim. 
Das Belgrad-Drama: Im Halbfinale des Europapokals der Landesmeister kämpfen sich die Bayern bei Roter Stern Belgrad zurück. In der 90. Minute fälscht Klaus Augenthaler eine Flanke unglücklich zum 2:2-Endstand ins eigene Tor ab – das bittere Aus kurz vor der Verlängerung. 
Saisonende: Bayern wird nur Vizemeister hinter dem Überraschungssieger 1. FC Kaiserslautern.
Der absolute Tiefpunkt (Saison 1991/92) 
Kader-Kollaps & Transfer-Flops: Nach den Abgängen von Kohler und Reuter bricht die Abwehr zusammen. Verletzungsnöte zwingen zur Reaktivierung des 37-jährigen Toni Schumacher. Teure Neuzugänge wie die Brasilianer Bernardo und Mazinho entpuppen sich als Missverständnisse. 
Trainer-Chaos: Jupp Heynckes wird nach einem 1:4 gegen die Stuttgarter Kickers entlassen. Nachfolger Sören Lerby übernimmt ohne Lizenz, verliert sein Debüt gegen Dortmund mit 0:3 und scheitert an einer Spielermeuterei gegen seine Viererkette. 
Die sportliche Demütigung: Aus im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Homburg und ein historisches 2:6-Debakel im UEFA-Cup gegen den dänischen Außenseiter B 1903 Kopenhagen. 
Rettung & Meisterschafts-Drama: Erich Ribbeck übernimmt im März und führt die Bayern auf einen enttäuschenden 10. Platz. 
Franz Beckenbauer und Karl Heinz Rummenigge werden von Präsident Scherer ohne Absprache mit Uli Hoeneß zu Vizepräsidenten mit weitreichenden Befugnissen. 
Am letzten Spieltag verspielt Eintracht Frankfurt die Meisterschaft gegen Hansa Rostock, was Trainer Dragoslav Stepanović den Kult-Spruch „Das Lebbe geht weider“ entlockt.

Transkript

Herzlich Willkommen bei Sportarchiv. Mein Name ist Tim. Und mein Name ist Stefan. Nachdem wir ja zuletzt über den 1. FC Köln und vor allem Heinz Flohe gesprochen haben, sprechen wir mal heute wieder über den FC Bayern. Dein Gliebnerothosen. Ja, aber ich sage schon mal vorab, das ist auch eine Folge für Nicht-Bayern-Fans. Denn wir sprechen über die Jahre 1990, 91 und 91, 92. Klingt nach Pleiten, Pech und Pannen. Ja, genau so ist das. Denn wir sprechen über die Zeit, wo Bayern sogar mal dem Abstieg sehr nahe war. Eigentlich das letzte Mal. Aber das habe ich verdrängt. Ja, aber ich kann mich noch, also habe mich schon sehr auf die Folge gefreut, denn wir sprechen heute über das Drei-Trainer-Jahr. Oh ja, dann dämmert da was. Aber fangen wir mal vorne an. Die frühen 90er Jahre, über die wir jetzt heute sprechen, ist für den deutschen Fußball eine ganz besondere Zeit. Vor allem eine Zeit des großen Wandels, denn wir sind ja in den Saisons nach der Wende. Und in der Saison 1991-92 wird die Liga aufgestockt auf 20 Vereine. Und das war ja für die Spieler schon eine Mehrbelastung. Es gab mehr Spieltage. Deutschland schwebte ja auch immer noch so ein bisschen auf Wolke 7 durch den WM-Triumph 1990. Über die haben wir ja auch schon eine Folge gemacht. Ja und der FC Bayern, der wollte jetzt nochmal richtig groß angreifen. Denn Bayern hatte ja sechs Weltmeister. Klaus Augenthaler, Stefan Reuter, Jürgen Kohler, Hansi Flügler und Raimund Aumann sowie Olaf Thon. Und der gesamte Fußball erlebt ja einen riesen Aufschwung in Deutschland. Auch medial. Denn in den 90er Jahren, gerade jetzt so in den Anfang der 90er Jahre, da kommt das Privatfernsehen dazu. Pay-TV wird bald gegründet. 92 wird die Champions League gegründet. Fällt mir direkt Uli Putowski ein bei RTL. Gab es den da schon oder kommt der jetzt auch noch? Den gab es schon. Ja, der war schon da. Und der Reinhold Beckmann, der kommt. Ah, Rann. Genau, oder Rannissimo gab es ja auch als Zusatzshow. Ja, aber das machen wir mal in einer anderen Folge, wie der Fußball sich entwickelt hat. Auf jeden Fall, hier für den FC Bayern war man eigentlich sehr, sehr optimistisch. Schließlich war man ja im Jahr zuvor deutscher Meister geworden mit Jupp Heynckes und hatte den Europapokal knapp verpasst. Und Jupp Heynckes hat ja noch auf dem Münchner Rathausplatz lauthals verkündet, nächstes Jahr gewinnen wir den Europapokal der Landesmeister. Allerdings wird sich jetzt zeigen, dass die nächsten beiden Jahre kein Aufschwung, sondern ein kurzfristiger Niedergang des FC Bayern darstellen werden. Mit zahllosen Pleiten, peinlichen Auftritten und gewissem Chaos, das den ganzen Verein irgendwie erfasst hat. Und wir sprechen auch über die Grundlagen für den FC Hollywood, der dann die nächsten Jahre prägen wird. Ja, die Saison 1990-91 stand halt unter der Vorgabe des vermeintlichen Großangriffs auf die europäische Krone. Aber da habe ich eine Frage. Das waren ja jetzt alles mehr so Sidekicks, die Weltmeister vom FC Bayern. Ein einziger überragender Fußballer, außer Auge Augenthaler, vielleicht. Wie hat man denn gekauft? Mit der Truppe wird das nichts. Nee, nee, aber sagen wir mal so, die bildeten so ein gewisses Gerüst, vor allem in der Abwehr. Ja, okay, das ja. Stabil. Genau. Und jetzt wollte man ja internationales Flair auch haben. Jetzt wird mir Angst. Ich bin gespannt. Ja, um den Kader breiter und international konkurrenzfähig zu machen, investierte Uli Hoeneß erhebliche Summen. Der Königstransfer war Brian Laudrup. Ja doch, der hatte einen ganz guten Ruf. Wo kam der denn her? Der kam von Bayer Uerdingen an die Isar. Verdammt, ja, ja, ja. An der Grotenburg. Genau, und der war ja der kleine Bruder von Michael Laudrup. Ach ja, ja, der war ja natürlich auch, ja, Michael Laudrup, gut, das sagt jedem was. Aber der Brian war auch ein ganz guter, ja. Ja, und der schlägt eigentlich bei Bayern auch schon direkt von Anfang ganz gut ein, so als Außenstürmer, so ein bisschen auch Dreh- und Angelpunkt. Aber wir haben ja noch jemanden geholt, ein Riesentalent fürs Mittelfeld, Stefan Effenberg. Kam der da aus Gladbach? Ja, der kam für 4 Millionen aus Gladbach. Man könnte sagen, er ist den Matthäus weggekauft, dann den Effenberg weggekauft. Das sagen ja immer so, dem FC Bayern nicht so wohlgesinnte. Ja, das stimmt. Das war ja jetzt praktisch auch so. Aber dem FC Bayern wurden die ja auch weggekauft. Der Matthäus, da kommen wir nachher gleich noch dazu, wer da noch alles weggekauft wird. Aber wie du schon sagst, ist es tatsächlich so, auch beim Stefan Effenberg, der wurde natürlich angefeindet nach dem Wechsel zu Bayern, weil der jetzt auch mal wieder so ablief. Ähnlich wie bei Matthäus, dass man schon während der Vorsaison Kontakt mit dem Effenberg aufgenommen hat und ihm dann geraten hat, immer wieder zum Präsidium zu gehen, dass er weg will. Und er wechselt dann für 4,5 Millionen zu Bayern München, bekommt ein Gehalt von 10.000 D-Mark fest und alle möglichen Leistungsprämen für Spiele. Wobei er sagt, er hatte wenig Einfluss darauf, das hat alles sein Manager Norbert Flippen, der ist ja sehr bekannt, geregelt. Und er war dann froh, dass er bei Bayern München gelandet ist, obwohl es ja dann in der Folge einige Probleme mit dem Stefan Effenberg bei Bayern gab. Außerdem wechselt der Stefan Effenberg ziemlich spät und macht die Saisonvorbereitung dann auch noch bei Gladbach, obwohl das schon vor dem Ende der letzten Saison bekannt war, dass er zu Bayern wechselt. Also auch nochmal problematisch. Und neben Stefan Effenberg verpflichten wir auch ein Teenie-Star. Jedenfalls sollte der einer werden. Michael Sternkopf. Ah nein, Sterni-Sternkopf. Ja, mit den langen Zottelhaaren. Ja, da kam er bei Bravo-Starschnitt oder sowas. Aber auch im Fußballfeld, naja. Aus Karlsruhe, oder? Aus Karlsruhe kam er, das ist richtig. Und er sollte der Andrew Agassi des FC Bayern werden. Bisschen, aber der sollte doch gar keinen Tennis spielen. Ja, es stellte sich heraus, dass der technisch hochbegabt war, aber physisch eher instabil. Naja, zusätzlich hatten wir dann noch Markus Münch aus Sandhausen. Das war auch wieder so ein kleiner, schmächtiger Typ wie Anna Hansi Dorfner und Mani Schwabel. Man hörte raus, ich war nicht der größte Fan von diesen Transfers. Und Christian Ziege kam aus Zehlendorf. Der hat mir immer gut gefallen. Ja, aber Flankenschlagen war jetzt auch nicht so seins. Ja, gut. Ja, im Gegenzug dazu verließen, sagen wir mal, erfahrene Spieler wie Ludwig Kögel. Kögel? Wo ging denn der hin, bitteschön? Nach Stuttgart. Ah, nach Stuttgart. Und der wird da sogar Meister werden. Also der hat es richtig gemacht. Thomas Kastenmeier ging zu Gladbach. Der hat da, glaube ich, ganz manierlich immer mal wieder so einen 25 Meter Fernschuss ins Eck gezimmert. Ja, stimmt. Und Hansi Flick ging zum 1. FC Köln. Also ich fand so vom Namen her, jetzt mit den Weltmeister der Neuen und so Spielern wie Olaf Thon, Thomas Strunz, Manfred Bender, Roland Wohlfahrt hatten wir ja noch im Sturm. Neben L. McInelly und... Der ewige Wohlfahrt. Ja, genau. Und Mick und Mick? Mick und Mick waren noch da, ja. Bravo. Ja, McInelly war schon verletzt. Aber vom Namen her war das ja eine gute Truppe und auch junge, gute Leute. Ja, ja, doch. Ja, und es fing auch richtig gut an. Es gab schon den Supercup, den gewann man gegen den 1. FC Kaiserslautern 4 zu 1. Nach dem Spiel gab es dann schon die erste Schlagzeile, wer kann Bayern überhaupt noch schlagen? Aber diese Antwort erhielten wir ziemlich schnell und zwar am 4. August 1990. Erste Runde DFB-Pokal. Sie spielen im Sepp-Herberger-Stadion in Weinheim. Falls du dich erinnerst, der FV09-Weinheim tritt gegen Bayern München an. Das habe ich komplett aus dem Gedächtnis gestrichen. Der badische Oberligist FV09 Weinheim spielt gegen Bayern München. Und Bayern stellt alle Weltmeister auf. Quasi die beste Truppe. Aber es sind mörderische 40 Grad, staubiger Rasen. Und sagen wir mal so, so richtig Lust haben die Bayern-Spieler eigentlich nicht. Weinheim agiert dagegen sehr diszipliniert, angeführt von einem ehemaligen Bundesliga-Libero, der mir jetzt nicht so viel sagte, Hans-Peter Markhahn. Nee, sagt mir jetzt auch nicht wirklich was. Auf jeden Fall, die strengen sich halt an, kämpfen wie verrückt. Und in der 26 Minuten grätscht Thomas Strunz als letzter Mann einen Weinheimer kontern. Der grätscht da rein und der Schiedsrichter zögert keine Sekunde, zeigt sofort die rote Karte. Denn es gab eine Regeländerung. Das war das erste Mal, dass ein Feldverweis wegen Verhinderung einer klaren Torschanze gewertet wurde. Wurde da eingeführt. Ja, und ein paar Minuten später tankt sich ein Stefan Baumann in den bayerischen Strafraum und wird dann auch noch von Jürgen Kohler ungeschickt zu Boden gestoßen oder gezogen. Tja, Elfmeter für Weinheim. Und Thomas Schwächheimer schießt den Elfmeter und trifft zum 1 zu 0. Weinheim wahrscheinlich unsterblichen Namen. Ja. Bis zum heutigen Tage, könnte ich mir vorstellen. Er ist wohl deshalb unsterblich geworden, weil Bayern dann, in der zweiten Halbzeit immer angerannt ist, aber sehr uninspiriert, schaffen kein Tor und verlieren sank und klanglos 1 zu 0. Eine totale Peinlichkeit. Und natürlich wird der Siegtorschütze Schwiegheimer sofort ins ZDF-Sportstudio nach Mainz eingeladen, wie das ja zu der Zeit so war. Viele haben sich sehr amüsiert. Naja, es hätte ja jetzt nur ein Ausrutscher sein können. Ich habe gerade mal gegoogelt, Hans-Peter Markkahn hat mir jetzt keine Ruhe gelassen. Ich kenne ihn weiterhin nicht, aber der ist mal deutscher Meister geworden mit dem VfB Stuttgart unter Helmut Benthaus in den Jahren 83, 84. Hat sich mir überhaupt nicht eingeprägt. Okay, das aber nur als Assault. Ja, aber interessant. Ja, die Bundesliga-Saison läuft auch eher zäh und frustrierend, aber gar nicht so schlecht. Roland Wohlfahrt wird sogar mit 21 Saisontoren Torschützenkönig. Wieder mal. Ja, im Grunde, der war ja echt erfolgreich, der hat auch was vorzuweisen. Aber irgendwie ist er für mich immer blass geblieben. War ja auch ein sehr zurückhaltender Typ, so in der medialen Darstellung. Auf jeden Fall. Und in der Presse spricht man auch schon vom klassischen WM-Fluch, der schwer auf den Beinen der Nationalspieler läge. Ja, also sagen wir mal so, früher war das ja oft so, dass man sagt, die Saisons nach WM oder eben, da tut sich Bayern immer schwer. Wie nach der 74er-Saison meinten die wohl. Genau. Wo sie auch nur im Europacup noch erfolgreich waren und in der Liga ja gar nicht mehr. Ja, aber so sehen die das ja auch. Und ein Nutznießer dieser Schwächeperiode ist zunächst Werder Bremen. Die sind nach der Hinrunde Erster vor Bayern und dann kommt schon Kaiserslautern. Und in der Rückrunde gibt es erst so eine kleine Flaute bei Bayern und Bremen und das nutzt Kaiserslautern. Die haben damals noch den Trainer Karl-Heinz Feldkamp. Karl-Heinz Feldkamp, ja, die mochte ich. Und hatten vorne Stefan Kunz und Bruno Labbadia. Oh, gefährliches Duo. Also das war, und ansonsten Kämpfer, die so dabei waren, die spielten auch sehr physisch, leidenschaftlich. Aber der Briegel war doch schon in Italien, meine ich, nach der WM, stimmt's? Hellas Verona, sag ich nur. Naja, Hans-Peter Briegel, der hat glaube ich nur bis 1984 bei Kaiserslautern gespielt. Und war dann nach Italien und hat Anfang der 90er, glaube ich, seine Karriere ausklingen lassen. Am 23. März 1991 kommt es schließlich am 22. Spieltag zum Showdown. Bayern gegen Lautern am Betzenberg. Ui, da haben wir immer schlecht ausgesehen. Wir waren gespannt, wie das ausgegangen ist. Ja, also der Auftrag war nach Maß. Roland Wofels erzieht nach vier Minuten die Führung. Das hätte einem ja eigentlich etwas Ruhe geben können. Ja, aber nach und nach wird Kaiserslaut dann immer stärker und dreht so das Spiel. Und in der 16. Minute schießt in Demir Hotic den Ausgleich. Dann sieht man die Bände auch noch die rote Karte. Und dann fünf Minuten zum Vorschluss kommt Stefan Kunz und schießt das 2 zu 1. Bayern ist geschlagen und verliert die Tabellenführung, die wir da kurz inne hatten. Oh, da war aber bestimmt in München die Hölle los. Ja, nicht nur deswegen. Man war generell so unzufrieden mit der Saison, auch mit der Art, wie wir spielten. Wir sollten ja immer nochmal in Erinnerung behalten, Uli Hoeneß will immer gewinnen und auch noch schön gewinnen. Schön spielen. Das war ja immer die Premise von Uli. Ja, und es sollte vor allem so sein, dass wir gute Heimspiele machen, Offensivfußball zeigen. Das war jetzt nicht so. Und wenn dann die Ergebnisse nicht stimmen, dann wird er ja besonders unruhig. Ja, das stimmt. Und so kommt es hier jetzt auch. Ab dem 28. Spieltag folgen vier Siege am Stück. Und das Meisterrennen wird nochmal spannend. Und der Uli Hoeneß versucht jetzt auch alles, die Lautere aus dem Tritt zu bringen. Und da gibt es ja eine klassische Bayern-Strategie. Man verpflichtet einen Spieler vom stärksten Konkurrenten, in diesem Fall Bruno Labbadia, und lässt diese Info, vor Saisonende schon mal so durchsickern. Aber die Lauterer lassen sich nicht aus der Ruhe bringen und am 32. Spieltag verliert Bayern 2 zu 3 in Wattenscheid. Uli Hoeneß hatte sogar 5000 Karten gekauft, um sie an Fanclubs zu verschenken, damit das Auswärtsspiel zum Heimspiel wird. Da ist drei Gegentore in Wattenscheid, man fasst es nicht. Ja, Kaiserslautern gewinnt dagegen 2-1 gegen Bremen im Topspiel. Vielleicht für die Jüngeren, die das jetzt nicht unbedingt kennen. Das war die SG Wattenscheid 0-9. Das ist ein Stadtteil anstatt Bezirk von Bochum. Auch leicht athletisch sehr renommiert gewesen. Ja, Kaiserslautern gewinnt das Spitzenspiel gegen Bremen 2-1. Und am 33. Spieltag können die Lauterer oft im heimischen Betzenberg Meister werden. Aber Borussia Mönchengladbach gewinnt da 3-2. Bayern gewinnt 1-0 bei Nürnberg. Und die Entscheidung muss am letzten Spieltag getroffen werden. Ach, Spannung. Am letzten Spieltag spielt Kaiserslautern in Köln im Müngersdorfer Stadion. Vermeintlich schwer, aber Kaiserslautern demütigt den 1. FC Köln nicht nur mit einer gigantischen roten Wand an Fans, sondern auch mit einem 6 zu 2 auswärts Kantersieg. Wow, geil. Und sind damit Meister, während Bayern dann 2 zu 2 gegen Uerdingen spielt, was aber nicht mehr relevant war. Das Ganze war aber auf jeden Fall so ein Warnsignal und ging ja um die Vormachtstellung der Bayern. Ja, aber ein Problem war vor allem auch die ständigen Streitigkeiten in der Mannschaft. Also es spielt nicht nur gut, sondern es stimmte auch nicht. Also es gab auch ohne Luda-Madeus-Streit. Ja, dafür hatten wir jetzt Stefan Effenberg. Ah ja, stimmt. Denn der hat sich erstmal mit allen älteren Kollegen überworfen. Dazu auch noch mit dem Management und Trainer Jupp Heynckes. Bleibt da noch jemand? Ah, der Platz war der Greenkeeper vielleicht nicht. Und zu Jupp Heynckes soll er gesagt haben bei einem Streit, das können wir auch draußen vor der Tür klären. In seiner Biografie, die den bezeichnenden Namen Ich hab's allen gezeigt heißt, sagt Effenberg, er hätte vor allem mit Klaus Augenthaler Probleme gehabt. Aber es läge vor allem daran, dass der Augenthaler so schlecht gespielt habe und der Stefan Reuter eigentlich der bessere Libero gewesen wäre. Und er erklärt, dass diese Geschichte mit dem Jupp Heynckes, dass er das gesagt hätte, sie könnten das vor der Tür klären. Das hätte der Augenthaler erfunden. Das hätte er niemals so gesagt. Er hätte zwar Probleme gehabt mit dem Heinckes, aber natürlich hätte er ihm nie irgendwas angedroht. Ja, zudem wird Olaf Thun so ein gewisser Intimfeind für Stefan Effenberg. Die verstanden sich überhaupt nicht. Da ging es auch darum, wer so das Sagen im Mittelfeld haben soll. Und Olaf Thun war auch immer wieder verletzt. Das kam dann auch noch dazu. Und der Effenberg war halt sehr selbstbewusst. Und er gibt dann auch ein sehr selbstbewusstes Interview im Spiegel. Im Spiegel? Aha. Da er sagte sowas wie, ich habe sicherlich Fehler gemacht und werde daraus lernen. Der ein oder andere Spruch, der hätte vielleicht nicht fallen dürfen. Da werde ich mich demnächst künftig kontrollieren und besser auftreten. Und auf die Frage, ob er sich dann wie ein normaler Spieler verteilen wird, sagt er dann, ich werde mich nie in das normale Glied der Bundesliga einreihen. Da gehöre ich einfach nicht hin. Weil? Ja, weil er sich als ein Spieler von Weltformat sieht. Ja doch. Und dann wird er darauf angesprochen, dass der Klaus Augenthaler sich ja über sein Verhalten beschwert habe und auch den Verein kritisiert habe, weil die zugelassen haben, dass sich so ein junger Spieler, der gerade mal drei Monate gut gespielt habe, sich so aufspielt. Dann sagt der Effenberg, erstens, ich habe nicht drei Monate gut gespielt, sondern mindestens ein Dreivierteljahr, während das man von Augenthaler wohl kaum noch behaupten könne. Na ja, Götterlästerung. Tatsächlich gab es viel Kritik an Klaus Augenthaler in dieser Saison. Bei der WM-Folge über 1990 hatte ich ja schon berichtet, dass der ja sehr angeschlagen dahin gereist ist und er auch immer schon so Probleme hatte. Und das zeigt sich jetzt hier wohl auch in der Saison. die vielen Jahre seit 79, die er da gespielt hat. Er war einen Schritt langsamer. Ja, auf jeden Fall. Und es gab dann auch immer die Frage, sollte er nicht Platz machen für den jüngeren Stefan Reuter als Libero, weil der ja sehr schnell war. Aber er war Mr. FC Bayern. Das muss man auch einfach so sehen. Das war ja irgendwie so der Thomas Müller der 80er. Auf jeden Fall nicht so lustig, aber so eine Identifikationsfigur. Er war immer da. Genau. Aber nach dieser Saison ist dann auch Schluss für ihn gewesen. Also er hört dann auch auf. Und der Effenberg sagt in dem Interview noch im Übrigen, in diesem Geschäft findet man keine Freunde. In München gibt es 16 Spieler, die sind ganz gut. Alle wollen spielen und alle wollen Prämien kassieren. Ich spiele wie alle anderen in erster Linie Fußball, um Geld zu verdienen. Da zählt die Kohle. Ganz klarer Fall. Gott sei Dank gab es ja da noch kein Internet oder ähnliches. Da hätte es ja dann einen Shitstorm gegeben. Vielleicht, ja. Auf jeden Fall wollte Stefan Effenberg dann schon am Saisonende wieder weg. Sagen wir mal so, es gab tatsächlich ein Angebot von Real Madrid, aber auch Angebote aus Italien. Das war ja zu der Zeit üblich und der Uli Hoeneß soll zu ihm gesagt haben, okay, für 15 Millionen kannst du gehen. Damals 15 Millionen, heftig. Aber dazu kommt es dann nicht. Der Effenberg sagt, Bayern hätte nachher sogar 20 Millionen verlangt und das wollte dann keiner bezahlen. Also Real hat sich ein 10 und 15 geboten und es kam nicht zustande. Das fand der Effenberg natürlich nicht so gut. Aber neben der Bundesligasaison spielte Bayern natürlich in dieser Saison ja auch noch im Europapokal. Wir waren ja Meister gewesen in der Vorsaison. Und sie wollten angreifen. Ja, und das ging richtig gut los. Denn da haben sich alle angestrengt bei diesen Spielen. Wir gewinnen souverän gegen Apuel Nicosia, ZSKA Sofia und den FC Porto. Der ist ja Bayern noch gut in Erinnerung oder auch eher schlecht. Rabach Maggi, ein ewiger Jahr. Und im Halbfinale trifft Bayern auf den jugoslawischen Spitzenklub Roter Stern Belgrad. Und Belgrad verfügt in der Zeit vielleicht über die beste jugoslawische Mannschaft dieser Generation. Da waren Spieler wie Robert Posinecki, Dejan Savicevic, Darko Pantschew, Wladimir Jugovic und der junge Sinisa Mihailovic. Darko Truppe, mega. Ja, man muss dazu sagen, das ist ja noch vor dem Bürgerkrieg. Und das ist ja sozusagen das Bayern München Jugoslawiens gewesen. Es gab Jugoslawien noch, ganz genau. Ja, die spielten rasanten Offensivfußball. Und bereits im Hinspiel im Münchner Olympiastadion zeigten die Jugoslawen ihre Klasse und fügten Bayern eine schmerzhafte 1-2-Niederlage zu. Ja, also da sah es schon schlecht aus. Es war eine historische Niederlage im Übrigen. Es war nämlich die erste Heimniederlage des FC Bayern München im Europapokal der Landesmeister überhaupt. Wow. Seit 69. Das war ein Wort, ja. Und die hatten ja in der Zwischenzeit auch gegen Dynamo Dresden gespielt. Da haben sie ja, ich glaube, 3-3 gespielt in München. Egal. Aber hätte ich jetzt im Leben nicht gedacht. Hätte ich auch nicht gedacht. Das bezieht sich auch nur auf den Landesmeisterpokal. Ja, ja. Aber es ist trotzdem sehr beachtlich. Ja. Das Rückspiel fand am 24. April 1991 im berüchtigten Maracaná von Belgrad statt. So nannte man das. Ja, im Hexenkessel ohne Ende. 80.000 fanatische Zuschauer in einem Hexenkessel, wie du sagst. Und da sagte man schon voraus, das wird nichts werden. Und es geht auch schlecht los. In der 25. Minute schießt der Mihailovic einen direkten Freistoß. Der geht durch die Mauer, rechts unten ins Tor. Aumann kann nichts machen. Aber die Bayern wollen nicht aufgeben. Allen voran Klaus Augenthaler. Für den es natürlich auch die letzte Möglichkeit war, quasi Champions-League-Sieger zu werden, den Landesmeisterpokal zu gewinnen. Der schießt einen Freistoß auch aus zentraler Position aufs Tor. Der Torwart von Belgrad, Stojanovic, unterlief ein ganz klarer Torwartfehler. Und der harmlose Ball fällt ihm dann quasi durch die Beine ins Tor. Und dann flankt Stefan Effenberg präzise in den Strafraum, wo Manni Bender den Ball per Linksschuss zum 2-1 trifft. Ja, jetzt sah es schon so aus. Das riecht ja schon nach Verlängerung. Das Spiel war ausgeglichen. Insgesamt stand 3 zu 3. Und dann kommt die 90. Minute. Das war eins der dramatischsten und vielleicht unglücklichsten Eigentore des FC Bayern überhaupt. Belgrad startet einen letzten verzweifelten Angriff über die linke Seite. Mihailovic schlägt den Ball halb hoch, ziemlich unpräzise in den Strafraum. Klaus Augenthaler postiert sich am Elfmeterpunkt, um die Kugel mit einem Befreiungsschlag so richtig wegzuschlagen. Doch er trifft den Ball nicht, fast gar nicht. Das Leder rutscht ihm über den Schlappen in einem hohen Bogen unnatürlich nach hinten Richtung Tor. Und der verdutzte Raimund Aumann stolpert nach hinten, versucht so mit dem Arm hoch an die Latte zu kommen, Aber der Ball senkt sich quälend langsam unter die Querlatte und der Ball fällt rein ins Tor. Ist nicht wahr. Das ist als Olli Reck und Piplitzer damals, die beiden Seuchenvögel. Ich kann mich da sehr gut dran an, wie der Augenthaler den Ball da. Ja, dann fällt der nach hinten und der Aumann stolpert quasi mit dem Ball da rein. Eigentlich denkst du, den kann er einfach über die Latte wuchten. Aber er kommt nicht dran. Es ist ziemlich peinlich gewesen. Muss ich mir dringend angucken. im Internet, das kann ich eins nur eins sagen, das habe ich komplett von der Festplatte gestrichen. Keinerlei Erinnerung dran. Ja, 2 zu 2, ein bitteres Aus im Halbfinale. Ausgerechnet wurde eben, er saß seine letzte Chance nach dem Pleiten gegen Aston Villa und FC Porto doch noch den Cup zu holen und dann ist er noch Schuld dran. Naja, Schuld, aber es ist was i-Tüpfelchen auf dem Ganzen. Also für den Klaus Augenthal echt bitter. Tut mir leid für ihn. Und das war ja jetzt noch quasi vor dem Ende der Saison und das hat Bayern dann halt auch nochmal so den Knick gegeben, warum es vielleicht auch und dann nicht ganz gereicht hat. Auch die Art und Weise, wie man da verliert. Ja, waren auch alle total angefressen natürlich, weil es ja wieder mal ein Halbfinale war und wir sind schon wieder raus. Übrigens, Roter Stern gewinnt den Landesmeisterpokal gegen Massé. Die waren ja zu der Zeit auch ziemlich gut. Da war ja der Beckenbauer ja auch. Mal gewesen. Bernat Api, da gefällt mir da nur einer der Geldgeber. Die hatten ja eine richtig mit Stars gespickte Mannschaft damals bei Olympique. Die Saison geht also bitter zu Ende. Keinen Titel. Und jetzt, das Jahr 91-92. Hat die Überschrift das Chaosjahr oder auch das Drei-Trainerjahr? Ich bin sehr gespannt. Wenn man die Saison 1990-91 vielleicht die Saison der verpassten Gelegenheiten nennen könnte, dann ist die Spielzeit 1991-92 vielleicht der Offenbarungseid des FC Bayerns gewesen. Der sportliche Niedergang. Auf jeden Fall hatte man sich viel vorgenommen in dieser Saison, hatte aber gesagt, naja, wenn wir in den europäischen Wettbewerb kommen, war mal tief gestapelt erstmal. Und wie gesagt, es ist ja die Saison, wo 20 Bundesligisten spielen, weil Hansa Rostock und Dynamo Dresden kamen ja aus der DDR-Oberliga dazu. Und es mussten vier Mannschaften absteigen und zwei steigen natürlich aus der zweiten Liga dann wieder auf, sodass wir dann wieder bei 18 sind. Die Saison geht eigentlich schon am Anfang so in die falsche Richtung, denn im Sommer 91 gab es einen richtigen Aderlass, jedenfalls in der Abwehr. Ja, denn neben Klaus Augenthaler, der ja aufgehört hat, geht auch Jürgen Kohler und Stefan Reuter. Das ist Qualität. Ja, Stefan Reuter, das war eigentlich schon ziemlich klar. Der war schon früher, früh weg. Sechs Millionen hat man für ihn bekommen. Und dann bietet Juventus Turin, wo er hinwechselt. Noch 15 Millionen für Jürgen Kohler. Und den wollte man eigentlich nicht gehen lassen, denn der sollte jetzt ja quasi das Rückgrat bilden, der ist ja neu in der Defensive. Aber 15 Millionen war so viel Geld, da hatte man sich eigentlich super gefreut, dass man so viel Geld eingenommen hat. Ja, damals war das alles noch ein bisschen knapper. Aber damit verliert die Mannschaft quasi ja die gesamte Defensive oder so, den wichtigsten Teil der Defensive. Vor allen Dingen auch Männer, die einen Charakter hatten. Kohler, Augenthaler, auch so die Reuter schon. Und das waren ja auch richtige Alphatiere in der Abwehr, die sie eine Teamstruktur verleihen, wenn die alle gehen. Ja, und das wird das Problem werden. Es gab keine Lieder mehr oder Lieder, die keiner leiden konnte. Da war was, genau. Stefan Effenberg vielleicht. Oder der halt auch noch vielleicht zu jung war, muss man auch einfach fairerweise so sagen. Der war ja noch sehr jung zu der Zeit. Und es ist ja nicht die Zeit, wo der, nachher kommt er ja nochmal zu Bayern und da ist er ja der Lieder. Da war er auch dann voll akzeptiert und fand ich auch gut dann. Aber diese erste Effenberg-Zeit, naja, aber erzähl mal. Also Bayern wollte jetzt unbedingt Ersatz. Und weil man ja viel Geld hatte, wollte man unbedingt Thomas Helmer von Borussia Dortmund. Und man bot 10 Millionen. Und weil die Dortmunder natürlich wussten aus der Presse, dass die Bayern 15 Millionen bekommen haben, wollten die auch 15 Millionen. Abzocke. Das wollte Bayern nicht. Ja, genau. Der Uli Hoeneß wollte das nicht. Dadessen verpflichten wir dann Oliver Kreuzer vom Karlsruher SC. Ich den auch in ganz guter Erinnerung habe, aber mehr so als ergänzender Spieler. Ja, dann wurde noch ein A. Luis Reinhardt von Bayer Leverkusen verpflichtet. Der kam aber später, weil es schon nicht mehr so gut lief am Anfang. Und man hatte die Idee, Thomas Berthold von AS Rom zurückzuholen und zu verpflichten. Der erwies sich aber schnell als Missverständnis. Tonig verletzt. Und offensichtlich demotiviert verbrachte er mehr Zeit auf dem Golfplatz als auf dem Trainingsgelände. Und Fritz Scherer hat über ihn gesagt, der bestbezahlte Amateurgolfer Deutschlands oder der bestbezahlte nach Bernhard Langer. Hat ein sehr geiles Handicap, glaube ich. Ja, also der sitzt ja seinen Vertrag aus bei Bayern. Also das wird auch nichts. Der war richtig abgezockt. In dem Motto, ich will sowieso lieber Golf spielen, ihr zahlt das Gehalt weiter. Okay, fein. Und ein vermeintlicher späterer Panikkauf im Winter, Jan Wauters kommt. Obwohl, der ist aber dann später so eine Art Leader geworden, meine ich mich zu erinnern. Ja, der war ja auch schon etwas älter und ich fand den auch richtig gut. Aber als sie den verpflichtet haben, wurde der als Panikkauf abgetan. Ja und dann meinte Uli Hoeneß, es muss für die Offensive auf jeden Fall noch was her und da waren ja viele Brasilianer zu der Zeit sehr erfolgreich. Bei Bayer Leverkusen, wenn ich mich recht erinnere, Kalli Kallmund und die Brasilien Connection. Ja, aber auch generell so im Weltfußball, Romario, Bebeto und so. Ja, aber die hatten ja mit der Bundesliga nichts am Hut. Die waren ja unterfinanziert, leicht unterfinanziert für solche Stars. Ja, aber der Uli Hoeneß wollte jetzt tatsächlich auch vermeintliche neue Stars verpflichten und macht dann eine Scouting-Tour mit Jupp Heynckes. Die Bros fahren nach Sao Paulo und verpflichten dort Mazzinho und Bernardo, falls du dich erinnerst. Ja, die personifizierten Missverständnisse habe ich so ganz unter dem Stichwort abgespeichert, gerade den Bernardo. Ja, also die Geschichte soll so gelaufen sein, dass man den unbedingt in Mazzinho verpflichten wollte, weil der so ein guter Techniker war. Und der Manager von dem, der hatte auch noch den Bernardo. Und um an den Mazzinho ranzukommen, muss man auch den Bernardo mit verpflichten. Und der wurde dann auch nach fünf Monaten, nach wenigen Einsätzen, schon wieder in die Heimat zurückgeschickt von Bayern. Schimpf und Schande. Irgendwas erinnere ich da. Der Mott ist der einzige Brasileaner, der nicht laufen und nicht spielen kann. Nicht dribbeln kann, ja. Nicht dribbeln kann. Ja, es gibt noch eine lustige Anekdote dazu. Als die Brasilianer nach Deutschland kommen, macht Bayern so, also Welcome, eine Floßfahrt, auch so Teambuilding-Maßnahme. Ah, der Isar. Und bei dieser Gelegenheit ist auch Klaus Augenthaler dabei, der ist da schon Co-Trainer. Und aus Spaß schmeißt er den Bernardo ins Wasser. What? Wie bitte? Er schmeißt ihn vom Floß in die Isar. Und ruft dann, Crocodile, Crocodile. Oh, wie böse. Der kriegt einen Herzstillstand. Der hätte so gekämpft, um aus dem Wasser zu kommen, angeblich konnte der auch nicht so gut schwimmen. So kann man Teambuilding auch verstehen. Ja, okay, nur den Survival of the fittest. Okay, er hat nicht überlebt. Ja, das wird also nichts. Und auch der Mazzinho ist so ein sehr fragiler Stürmer. Der ist sehr anfällig. Der Kicker schreibt in einem Artikel, die Gummipuppe, die bei jedem Windhauch in sich zusammenfällt. Ja, aber ich habe die beiden auch als totale Flops in Erinnerung. Aber dem nicht genug. Wir hatten ja schon berichtet, dass Bayern ja schon Bruno Labbadia verpflichtet hat. Also wir sind jetzt übermäßig gut ausgestattet oder auch schlecht ausgestattet. Einen Meisterstürmer. Ja, den wollte man haben. Und tatsächlich muss man ja sagen, Bruno Labbadia war ja ein guter. War ein sehr, sehr guter Bundesliga-Torjäger. Also jetzt charakterlich lasse ich mir alles mal offen, aber so rein von dem Können her und auch von den Ergebnissen, ja. Zudem wurde auch aus der Jugend zunächst Markus Babbel herangeführt. Markus Babbel, das wird ja ein Volltreffer, aber ich vermute, der wird noch nicht so die Rolle gespielt haben im ersten Jahr. Nee, der ist ja glaube ich 19, also noch sehr jung. Max Eberl, der sollte auch herangeführt werden, aber der hat es ja nicht geschafft. Ja, der hat es nicht geschafft, stimmt. Ja, und Christian Nährlinger, kommt da auch schon. Super, den mochte ich auch sehr gerne. Und fürs Tor haben wir jetzt Uwe Gospodarek und Gerald Hilringhaus. Der war vorher schon dritter Torwart, aber die sollen jetzt auch quasi aufgebaut werden. Okay, fail. Also ehrlich gesagt fand ich das, diesen ganzen Kader, damals gar nicht so schlecht. Also hat man gedacht, boah, haben wir ja viele verpflichtet. Wusste man ja noch nicht, dass die Brasiliane jetzt nichts waren. Aber an sich hat man gedacht, ja gut, das wird schon irgendwie erfolgreich werden. Wir haben immer gehofft, nach Mick und Mac jetzt eben, Marzinho und Bernardo, das wird schon voll einschlagen. Ja, aber es geht schon richtig schlecht los. Also Saisonstart noch ein 1-1 gegen Werder Bremen. Okay. Und dann kommen Heimniederlagen gegen Bundesliga-Neuling Hansa Rostock und den VfL Bochum. Boah, bitter. Da haben wir ja eine Fanfreundschaft. Ja, aber da war schon Alarm an der Säbener Straße. Und dann kommt natürlich wieder der DFB-Pokal. In der zweiten Hauptrunde Anfang August 1991 trifft Bayern München im fast leeren Olympiastadion auf den Zweitligisten FC Homburg. Oh Gott, FC Homburg 08 an der Saab. Fritz Ommau als... Trotz zweier Treffer von Marsigno. Wohlgemerkt, Bayern schießt zwei Tore. Steht es nach 90 Minuten aber 2-2. Und dann in der Verlängerung die Sensation, Michael Kimmel und Bernd Grieß trafen zum 4-2-2. 4-2. Demütigung. Das Spiel alleine war schon eine Demütigung. Aber Präsident Oma gibt dann auch noch so ein Interview, wo er dann sagt, er habe ja fast schon Mitleid mit dem FC Bayern gehabt. Da wäre ja so wenig vorhanden. Schlimmer gehe es gar nicht. Toll. Also es ist ja fies ohne Ende. Ich will nicht hören, was Uli Hoeneß da so gedacht oder gesagt hat. Der hat gar nichts gesagt. Er war natürlich mega angefressen. Und es wird aber noch viel schlimmer. Am sechsten Spieltag zieht sich Raimund Aumann einen Kreuzbandriss zu. Damit war er erledigt. Und Gospo, Gospo, Darik und der Hilringhausen waren jetzt gefordert. Ja, die waren gefordert, weil der Ersatztorwart Sven Scheuer auch verletzt war. Sven Scheuer, das waren ja alles so Leute, wo man immer so gedacht hat, Riesentalente. Aber da kam nichts. Genau, da kam jetzt nichts. Ich muss fair bleiben. Also da kam jetzt nichts auf einem Level, wie man das von früheren Bayern-Torhütern und auch späteren gewohnt sein sollte. Also das war immer so mittelmäßig. Ja, wir messen das ja jetzt hier immer an einem Level von Bayern München. Sorry, ja, ja. Und es waren bestimmt alles, Mann, der Gospodarik später in Bochum, alles solide Bundesliga-Torhüter, aber eben nicht von der Exzellenz und Qualität, die wir Bayern-Fans, das uns für unseren FC Bayern eben wünschen. Ja, und der Uli Hoeneß hat dann gedacht, mit dem jungen Gospodarik und dem Hildringhaus, das könnte für die ganze Saison schwierig werden. Also der Hillinghaus, der sollte jetzt ran. Aber zur Sicherheit verpflichtet man den 37-jährigen Harald Toni Schumacher. Ja, der kam doch aus der Türkei, von Fenerbahce meine ich. Genau, der hatte seine Karriere schon beendet. Anpfiff, aus Anpfiff wurde Abpfiff, so war da die Bildschlagzeile damals. So war das und wurde quasi ja nach dem Rausschmiss beim 1. FC Köln in die Türkei verbannt, sagen wir mal. Aber war eine geile Zeit für ihn. Ich meine, er hätte da auch eine sehr glückliche Zeit, also privat wie beruflich gehabt. Und auch, was er so berichtet, war das eine ganz tolle Zeit. Er wird ja auch wie so ein Messias am Flughafen empfangen und kommt da super an und ist ja auch sehr erfolgreich. Absolut. Aber er hatte die Karriere jetzt beendet. Er sollte jetzt eigentlich in die Agentur seines Managers. Rüdiger Schmitz, den hatten wir ja jetzt auch schon. Ein sehr verdienter, auch sehr renommierter und erfolgreicher Manager der damaligen Zeit. Der war ja der Manager von Heinz Floh und da haben wir ja auch die Feedback-Folge zu gemacht. Da haben wir ja einiges zum Rüdiger Schmitz schon gesagt. Ja, sehr geiler Input von Frank Stephan. Genau, und da sollte der jetzt einsteigen, der Toni Schumacher, aber so im Herzen war der noch Fußballer. Und als der Anruf am 4. September 1991 bei ihm ankommt vom Uli Hoeneß, ist er direkt Feuer und Flamme. Und der Vertrag wird natürlich auch nur per Handschlag geschoben. Es sind ja Männer wie Uli Hoeneß und Toni Schumacher, da reicht ein Handschlag. Das brauchten wir, nichts Schriftliches. Und der fängt auch erstmal nur als dritter Torwart an. Aber der Gerald Hillinghaus, der macht nur acht Spiele. Der überzeugt jetzt nicht so wirklich dabei. Und das liegt aber natürlich auch nicht nur an ihm, denn auch Brian Laudrup zieht sich im August ein Kreuzbandriss zu. Zusätzlich ist in dem ganzen Jahr Olaf Thon viel verletzt, ebenso Thomas Strunz. Wer bleibt dann noch, fragt man sich. Okay, da ist natürlich den Effenberg noch. Genau, aber das waren jetzt schon einige Schläge, die Bayern da verkraften mussten. Schon sehr unglücklich, diese Kreuzbandrisse für Aumann und den Laudrup. Und am 5. Oktober 1991 kassiert man dann auch noch eine 1 zu 4 Pleite bei den Stuttgarter Kickers, dem Aufsteiger. Im Degerloch, da ist aber immer sehr kleiner, enger Platz gewesen, aber 1 zu 4, sorry, das war echt ein Tiefpunkt, oder? Das war ein Tiefpunkt, der war so tief, dass der Uli Hoeneß gegen seine eigenen Gefühle gehandelt hat, auch auf Druck des Präsidiums und schmeißt den Jupp Heynckes raus. Seinen Spezi und Bro, boah. Ja, und wie der Uli Hoeneß ja später immer wieder sagen wird, war das die schlechteste Entscheidung, die er je getroffen hat und war auf jeden Fall eine Fehlentscheidung. Und da gibt es einige so Anekdoten, die man so erzählt. Der Uli Hoeneß soll den Jupp Heynckes dann mit dem Co-Trainer Egon Cordes zu sich nach Hause zu einem Gespräch unter Männern eingeladen haben. Und dann hätte man so ein bisschen über die Situation so allgemein im Verein geredet und dann hätte Jupp Heynckes aber schon gerade rausgefragt, das war's, oder? Ja, der Hoeneß bestätigt das Ganze dann und soll dann noch bis spätabend zusammen Karten gespielt haben. Also man war sich nicht böse. Irgendwie finde ich das doch cool, dass man gesagt hat, wir bleiben irgendwie, bei den beiden passt es ja, Freunde. Wir gehen im Guten auseinander, das hat eben nicht sein sollen. Genau, und der Uli Hoeneß soll dann gesagt haben, vorher waren sie Partner im Sport und ab da waren sie Freunde. Finde ich faszinierend. Ja, ja, es hat auch nie ein böses Wort dann gegeben vom Jupp Heynckes oder so. Der hat dann später in einem Kicker-Interview gesagt, er hätte ja nach der Saison sowieso aufgehört. Und in der Nacht des Rauswurfs von Jupp Heynckes macht der Ulle Hoeneß noch einen Anruf. Und zwar ruft er Sören Lerby an. Also es war seine Entscheidung. Sören Lerby war einer meiner absoluten Lieblingsspieler als Jugendlicher. Spieler wohlgemerkt. Ich wusste zu dem Zeitpunkt gar nicht, dass der überhaupt irgendwie Trainer oder Trainerambitionen hatte. Das wusste wohl keiner so genau. Aber es war auch so, dass der Hoeneß vorher noch ein Interview auch im Kicker gegeben hat, in derselben Ausgabe sogar, und hat dann gesagt, wenn das jetzt nicht greift, bin ich der Nächste. Und dieses Sören-Lerby-Experiment, sagen wir mal so, um es vorwegzunehmen, es läuft nicht glücklich. Das wird sehr nett beschrieben. Ja, also der 33-jährige Däne besaß keinerlei Trainererfahrung, hatte nicht mal eine Trainerlizenz und das kam jetzt beim DFB auch nicht so gut an. Der erste Teamchef. Ja, der zweite sozusagen nach Franz Beckenbauer. Okay, stimmt. Borussia Dortmunds Trainer Ottmar Hitzfeld spottete, was ja ungewöhnlich für ihn ist. Allerdings. Ein Trainer ohne Lizenz? Wenn das so weitergeht, sitzt demnächst noch der Taxifahrer auf der Bank bei Bayern. Das ist für den Ostmar Hitzfeld, diesen Grand Senior, ja wirklich ein sehr starker Tobak, sehr spöttisch. Aber der Uli Hoeneß hatte sich gedacht, der Sören Lerby, der war ja so ein Antreiber gewesen. Der hätte so ein tolles Temperament gehabt und der Franz hatte ja auch keine Trainererfahrung. Und der sollte jetzt sozusagen emotional was in den Wecken, sollte was entflammt werden sozusagen. Er hat ja immer irgendeiner von einem emotionalen Leader gesprochen, fällt mir da gerade ein. Also ich ahne sowas voraus. Ja, es war ein dramatischer Trugschuss, sagen wir es mal so. Das Debüt am 12. Oktober 1991 gegen Dortmund war eine bittere 0 zu 3 Pleite. Es war die höchste Heimniederlage von Bayern gegen den BVB in der damaligen Bundesliga-Geschichte und Uli Hoeneß hat dann später mal gesagt, dass ihm bei Lerbis erster Kabinenanspar richtig wummerig geworden ist. Als ich sein schlechtes Deutsch bei der ersten Spielersitzung hörte, wusste ich, das wird nix. Boah, sehr geil. Okay, ich suche schon mal den nächsten Trainer. Ja, Sören Lerby soll völlig überfordert gewesen sein. Und sagen wir mal so, er hatte auch an sich gute Ideen, aber die Mannschaft wurde damit auch noch völlig überfordert, denn er wollte auf die Viererkette umstellen. Vom Libero weg. Eine Truppe, die eh verunsichert, ist so ein krasser Systemwechsel vom Libero zur Viererkette. Das war schon sehr ambitioniert. Und in Deutschland waren alle gegen die Viererkette, so zu der Zeit. Das war vielleicht eher eine unterirdische Diskussion, also sowas Rückständiges. Das habe ich echt noch gut in Erinnerung. Das haben die ja abgelehnt wie der Teufel, das Weihwasser. Ja, Thomas Berthold meutete auch direkt in der Öffentlichkeit und sprach sich völlig gegen das taktische Konzept des Trainers aus. Dachte er, er wäre auf dem Golfplatz. Ja, ja, aber da war er jetzt ja noch gefordert, weil ja so wenig Leute da waren. Jetzt musste er. In unserer Situation ist es sehr gewagt, mit vier Mann auf einer Linie zu spielen. Da muss einer hinten drin stehen, der das klären kann. Obwohl, da kann ich nur sagen, der hat er vollkommen recht in der Rückschau. Jetzt in der Situation war es auf jeden Fall nicht das Richtige. Die Mannschaft taumelt quasi jetzt von einer Verlegenheit in die nächste. Und es gibt auch so unprofessionelle Einstellungen im Team. Und ja, sie sollen halt viel nachts unterwegs gewesen sein. Dazu muss man sagen, dass wir jetzt ja in den 90ern schon mehr so in dieser Medienszene, die viel stärker war jetzt als in den 80ern. Das führte dann dazu, dass der Uli Hoeneß ein striktes Ausgehverbot ab 23 Uhr für die Profis ausschüttet. Und damit das Ganze ja auch kontrolliert wird, wurden Privatdetektive beauftragt. Peinlich. Am Eingang von P1 wahrscheinlich. Wir schatteten die Nachtclubs, um die Spieler zu disziplinieren. Ja, es wird aber nicht besser. Wir verlieren dann noch 2 zu 3 beim VfB Stuttgart. Okay, da kann man verlieren. Und da sind ja alle so in Panik, wird dann auch Toni Schumacher eingesetzt. Und als dann Borussia Mönchengladbach kommt, steht Bayern auf dem 14. Platz. Nur ein Punkt Vorsprung vor der Gefahrenzone. Ich hoffe mal, dass das der Tiefpunkt war, oder? Das war der Tiefpunkt. Die Abwehr völlig löchrig. Oliver Kreuzer, Thomas Berthold, können die halt die Alten nicht ersetzen. Und dann kommt noch der UEFA Cup. Das klingt nicht gut. In der ersten Runde spielen wir noch gegen Cork City. Und kommen da schon nur zu einem 1 zu 1 in Cork City. Also auf der wunderschönen irischen Insel. Ja. Da ist jetzt keiner der großen Vereine aus Irland. Ja, und zu Hause gewinnt man 2 zu 0. Aber die Tore fallen so in allerletzter Minute. Also gewürgt. Genau. Uli Hoeneß soll so sauer gewesen sein, dass er stumm, ohne irgendwelche Interviews zu geben, in die Kabine gegangen ist. Also wenn der nichts sagt, dann wird es richtig gefährlich. Ja, in der zweiten Runde trifft Bayern auf den dänischen Außenseiter B in 1903 Kopenhagen. Da habe ich ja noch, wenn ich mich so ein bisschen zurückerinnere, gedacht, naja, die hauen wir weg. Ja, Bayern war der Riesenfavorit. Ja. Aber das Hinspiel am 22. Oktober 1991 im Kopenhagener Parkenstadion entwickelt sich zu einer der schwärzesten Europanächte des FC Bayern. Nein. Zwar brachte mal Single-Bayern in der 32. Minute 1 zu 0 in Führung, Doch in der zweiten Hälfte folgt eine beispiellose Demütigung. Angeführt von Michael Manich, der Doppeltraf zerlegen die Dänen Bayern München nach allen Regeln der Kunst. Die Kopenhagener gewinnen 6 zu 2. Nein. Eine totale Demütigung. Ich habe also, glaube ich, diese ganze Saison komplett gelöscht. An Sören Lerby erinnere ich mich natürlich. Aber dieses Ergebnis, sorry, habe ich überhaupt nichts mehr. Das ist bis heute die höchste Europapokarniederlage in der Geschichte des FC Bayern. Also jetzt brennt der Baum so total. Das Rückspiel gewinnt Bayern im Übrigen wieder durch ein Tor von Massinho in der 89. Minute vor halbleeren Rängen 1 zu 0. Also völlig sinnlos. Aber noch vor diesem Rückspiel setzt jetzt der Präsident Fritz Scherer ein personelles Zeichen. Es soll aufwärts gehen, denn Scherer und auch Hoeneß waren ganz schwer in der Kritik. Das Problem war, dass Ende Oktober die Präsidentenwahl war. Das nach einer Saison ohne Titel und jetzt war man auch schon überall so richtig, man verlor ja nur. Ja und man stand quasi kurz vor den Abstiegsplätzen. Im Hintergrund positionieren sich schon so einzelne Personen und am 11.10.91 veröffentlicht der Kicker ein Interview mit Robert Schwan. Der alte Robert Schwan, also der damals oder immer noch, weiß ich nicht, Manager von Franz Beckenbauer. Genau, dieser erklärte, bei Bayern stinkt der Fisch vom Kopf. Das ist eine Attacke gegen den Uli, aber die konnten sich ja noch nie leiden, also nicht so wirklich der Robert Schwan. Genau, und er schlägt dann ganz unverhohlen vor, dass Franz Beckenbauer der neue Präsident werden sollte beim FC Bayern. Denn der Scherer, der hätte sich ja erkundigt bei Franz Beckenbauer, ob der nicht Trainer werden wolle. Das wäre ja totaler Unsinn. Das wäre nichts für ein Franz. Als Weltmeister gehst du nicht mehr zum FC Bayern zurück, meint er wahrscheinlich. Ja, und auch nicht in so einer Phase... Und im Übrigen erklärt er dann so noch einen kleinen Absatz. Es gäbe im Übrigen auch Alternativen für Uli Hoeneß, nämlich den Karl-Heinz Rummeniggen. Der wäre ja jetzt international vernetzt gewesen durch seine Zeit in Italien. Ja, den weitergebracht, ja. Und im Hintergrund war auch Edmund Stoiber. Ja gut, in Bayern, CSU und FC Bayern, da ging ja immer schon sehr viel. Der war ja auch im Beirat. Richtig. Und der fand die Idee, dass der Beckenbauer sich engagiert, natürlich auch ganz toll. Kann ich verstehen. Hätte ich auch unterstützt. Und Paul Breitner, der war ja auch in der Zeit Kolumnist, der schrieb so eine Art Abgesang auf den Uli Hoeneß. Da waren die ja mal Freunde. Ja, die waren mal Freunde und die Überschrift war, der tiefe Fall des Uli H. Oh, heu, heu, heu, ab rechts, kommt aus allen Ecken und wetzt in die Messer. In dieser Gemengenlage jetzt passiert etwas, was den ganzen FC Bayern auf Jahre, vielleicht Jahrzehnte prägen wird. Nämlich, dass der Franz Beckenbauer und der Karl-Heinz Rumminge tatsächlich ja in Ämter kommen. Stimmt, das war auch erstmal, fand ich auch gut. In der Entwicklung war das ganz wichtig, ganz genau. Aber der Franz Beckenbauer wird ja nicht Präsident, sondern der Fritz Scherer macht ohne Absprache mit Uli Hoeneß Nägel mit Köpfen, und verkündet, dass der Franz Beckenbauer und der Karl Rummenigge die neuen Vizepräsidenten werden. Mit umfangreichen Befugnissen. Und dazu musste die Satzung geändert werden. Denn bisher waren Vizepräsidenten, das war ein Ehrenamt, da kriegte man erstens kein Geld und die hatten auch nichts zu sagen. Und dafür wurde jetzt noch vor der anstehenden Wahl noch die Satzung geändert auf die Schnelle. Denn wir sind ja noch in einer Zeit, als der FC Bayern München ein eingetragener Verein war, ein e.V. Genau. Wir sind noch ein Verein und davon war der Uli Hoeneß auf jeden Fall wahrscheinlich ziemlich überrascht. Definitiv. Ich glaube ja auch, ja. Aber das wurde so verkauft, dass Bayern gehen muss ja zurückkommen. Die alten Zeiten und natürlich die Lichtgestalt Franz Beckenbauer. Beckenbauer ist Erfolg. Genau. Auf jeden Fall kommt es zu einer richtigen Umstrukturierung in dieser Projekte. Profi-Abteilung des FC Bayern damals noch, sodass der Uli Hoeneß, der ja bisher das alleinige Sagen hatte, sich jetzt mit Beckenbauer und Rummenigge abstimmen musste. Wird für ihn eine bittere Pille gewesen sein, weil er hat ja auch sehr, sehr lange jetzt den Erfolg in FC Bayern im Grunde auch von der fast Pleite in die höchsten Höhen geführt. Zweimal Europacup, Landesmeister, Endspiel, diverse Meisterschaften und jetzt kommt Misserfolg und er muss teilen. Das Ganze klingt ja so ein bisschen nach so einem Schachzug von dem Scherer, um seine Präsidentschaft zu retten. Der wird ja dann wieder zum Präsidenten gewählt. Aber kleiner Funfact, drei Jahre später endet seine Präsidentschaft durch einen Putsch. Und an dem sollen Beckenbauer und Rummenigge auch beteiligt gewesen sein, vor allem der Rummenigge. Wenn man jetzt die vier Männer sieht, Scherer, Hoeneß, Beckenbauer und Rummenigge, da war der Fritz Scherer eindeutig der, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen, schwächste. Und ich habe ja im Kicker-Archiv dann so nachgeguckt. Vorher war immer, wenn es um Bayern ging, wurde immer Uli Hoeneß gefragt. Ab diesem Moment steht überall, also in jeder zweiten Ausgabe, erstmal ist der Beckenbauer auf dem Cover. Und was der Franz sagt oder was der Rummenigge sagt. Und die, die ja dann so sind, haben sie direkt mal losgelegt. Der Franz Beckenbauer sagt dann über den Uli Hoeneß, ja Uli, der war halt allein. Ich sage dem halt keiner, wenn er was verkehrt macht. Auch ein Uli Hoeneß kann mal Fehler machen. Oder seine Personalpolitik, die war in der Tat nicht glücklich. Das muss er sich jetzt halt gefallen lassen. Aber ich betone ausdrücklich, dass Uli Hoeneß mit seiner Arbeit und seinen Fähigkeiten für den FC Bayern lebensnotwendig sind. Die ist ja doch zusammen. Ja, das hat der Uli Hoeneß wohl am Anfang nicht ganz so toll gefunden. Zumindest hat er in einem Interview gesagt, da sollte es dann nach der Verkündung durch den Scherer ein Gespräch geben zwischen Rummenigge, Beckenbauer und dem Hoeneß. Und im Kicker wird er so zitiert. Ja, das Gespräch führen wir jetzt erstmal und dann schaue ich mal, was die so tun wollen. Zur Not suche ich mir was anderes. Das war erstmal eine gute Rückzugsposition, weil ich höre da so raus bei ihm, dass er vielleicht auch gedacht hat, naja, Beckenbau sowieso, Rummenigge, weiß ich nicht, sind jetzt keine Fans der kleinteiligen Detailarbeit. Die sind eher für die großen Linien und Visionen zuständig, könnte ich mir vorstellen. Und nach dem, also quasi drei Tage später, der Kicker kam ja da immer zweimal wöchentlich. Genau, montags und donnerstags. Donnerstags schwarz-weiß, wie ich das mal sagen darf. Habe ich mir natürlich immer gekauft. Da wird der Uli Hoeneß dann zitiert. Das war ein wunderbares Gespräch. Ein wunderbares Gespräch. Erstaunlich positiv sei das verlaufen. Man werde gut zusammenarbeiten. Das werde auf Jahre so gehen. Und es ging ja auch auf Jahre so. Also mein Eindruck war danach immer, der Uli Hoeneß macht die eigentliche Arbeit und die anderen, also Kalle Rummenigge mehr so international und der Franz Beckenbauer ist eben die Lichtgestalt. Genau. Tatsächlich haben wir jetzt sozusagen ein Triumvirat. Wenn man sich dann die Presse so dann anschaut, ist natürlich dann immer der Franz der, der was raushaut in der Folge. Kann, sorry, ich wollte schon sagen, das kann. Leider müssen wir ja sagen, das konnte er sehr gut, ja. Ja, und das ist auch so, das markiert sozusagen so die Grundlage für den späteren FC Hollywood. Denn von da an werden alle größeren Entscheidungen beim FC Bayern zunächst in der Bild präsentiert. Großartig. Geheimhaltung wofür? Ja, trotz anderer Abform. Ich dachte, du hättest jetzt gesagt, einvernehmlich im Dreierkreis, aber das ist in der Bild-Zeitung direkt veröffentlicht, wäre das jetzt eine nette Pointe. Ja, der Franz hat dann wohl, auch dass er dann Vizepräsident und dass da die Satzung geändert wird, das hat er selber in einem Interview rausgehauen, das wollte man gar nicht so an die Öffentlichkeit bringen. Ja, und der Franz sagt dann auch schon so im Dezember sowas, ja, das mit dem Sören Lerby, da müssen wir mal schauen, es gibt auch viele andere gute Trainer und zählt dann so eine ganze Handvoll Trainer schon auf. Der Sören Lerby ist also da schon so richtig angezählt und im Hintergrund hatte man auch immer noch sozusagen so als Notlösung Erich Rebeck. Der Sir. Ja, denn der war damals bei Opel als Sportbeauftragter oder sowas. Ja, der Opel war ja der Trikotsponsor. Genau, und da war der aktiv. Aber bevor es dazu kommt, gibt es leider tatsächlich noch eine ganz traurige Geschichte, die Uli Hoeneß neben diesen ganzen Problemen spielerisch, diese Umbrüche im Verein, gibt es noch ein anderes Problem, nämlich mit Gerd Müller. In diesem Jahr wird dann öffentlich bekannt, dass der Gerd Müller ein Alkoholproblem hat. Ja, stimmt. Und der lehnte dann zunächst die Hilfe von Hoeneß und Beckenbauer ab. Aber genau just jetzt im Herbst 91 schafft es der Hoeneß dann den Müller mit dem Angebot eines Jobs im Verein, wenn er wieder clean ist, überredet ihn jetzt einen Entzug zu machen. Großartig. Also da zeigt sich wieder auch die überragende menschliche Seite von Uli Hoeneß. Der Franz Beckenbauer hat da auch geholfen. Aber das war Rettung in letzter Not, denn die Leberwerte von dem Gerd Müller waren so schlecht, dass der beim Entzug in ein vorübergehendes Koma versetzt werden musste, in künstliches Koma. Aber er schafft es und bleibt dann auch trocken und wird dann ja auch zunächst Jugendtrainer bei Bayern, dann wird er ja auch mal Stürmer-Trainer. Und war bei den Amateuren auch, glaube ich, später dann mit dem Tiger-Gerland ein tolles Duo und Mentor. Apropos Gerland, das habe ich eben nicht erwähnt, beim Sören Lerby, der hatte ja keinen Trainerschein und der DFB fand das ja nicht so gut. Ich wollte auch noch nachgefragt haben, wer hat denn dann eigentlich den Schein gehabt und jetzt? Das ist der Tiger. Hermann Tiger-Gerland. Genau, der kommt da schon dahin und der hat ja einen Trainerschein. Ja, wir sind ja jetzt so Mitte, Ende Oktober. Und wie ich schon gesagt habe, der Hillinghaus, der spielt nicht so gut oder dann traut man das jetzt nicht weiter zu. Und dann kommt jetzt die Zeit vom Toni Schumacher. Bayern ist ja 14. und dann kommt Mönchengladbach. Und just mit ihm, da gewinnt man 3 zu 0. Ja, aber man könnte fast ein bisschen auch da sagen, wo Tony Schuhmacher ist, ist auch relativ schnell Erfolg. Ja. Erfolgsbesessener war das ja auch. Das auf jeden Fall, aber auch in der Folgezeit, auch mit ihm wird es jetzt nicht viel besser. Und so überlegt man jetzt eigentlich schon im Dezember den Lerbi abzusetzen. Aber ja, das will man doch jetzt nicht durch die ganzen viele Unruhen und so. Und dann lässt man ihn doch jetzt erstmal weitermachen. Der wurde also nicht vor der Winterpause gekündigt? Nein, der macht noch weiter. Und der Toni Schumacher, der macht jetzt insgesamt bei Bayern auch noch acht Spiele. Ich hätte gedacht, dass das mehr gewesen wären. Ja, habe ich auch gedacht. Aber der blieb ja jetzt dann erst natürlich noch bis Saisonende im Verein. Aber nach der Winterpause ist der Raimund Aumann wieder fit. Das war aber echt schnell nach dem Kreuzbandriss. Respekt. Der Raimund Aumann kommt wieder und der Toni Schumacher geht dann wieder auf den Platz des dritten Torwartes. Es gibt aber eine nette Anekdote, der wird besonders verabschiedet nach dieser Saison, auch wenn die ganz schlecht war, wird der besonders vom Uli Hoeneß erwähnt und man holt auch extra Sepp Mayer dazu und der Toni Schumacher bekommt von dem Sepp Mayer eine silberne Schnupftabakdose überreicht. Das ist aber total nett. Und die steht wohl beim Toni Schumacher immer irgendwo, da ist er wohl auch besonders stolz drauf. Da steht auch sowas drauf mit besonderem Dank des FC Bayern. Und der Sepp Meier war ja das große Vorbild vom Toni Schumacher. Ja, genau. Das wird ihn wirklich berührt haben. Genau. Und vor allem, das hat dann auch dafür gesorgt, dass er dann auch Torwarttrainer werden wollte. Weil diese Zeit mit dem Sepp Meier, der war ja da der Torwarttrainer, das hat ihm wohl sehr gefallen. Ja, jetzt läuft es ja so richtig schlecht mit dem Lerbier und am 7. März ist endgültig Schluss. Da wird die Reißleine gezogen und der wird rausgeschmissen. Er war also nur 15 Bundesligaspieler-Trainer und war danach auch nie wieder so richtig als Trainer groß im Geschäft. War dann doch nicht seine Berufung. Er war ein richtig guter Spieler, also auf jeden Fall auf Bundesliga-Niveau, aber Trainer, na. Es lag vor allem auch am Sprachproblem. Also die Zeit, wo er bei Bayern war, lag ja schon einige Zeit zurück und das Deutsch war dermaßen schlecht. Da war der Trapattoni wie ein Muttersprachler gegen wohl. Mir hat das damals leid getan, weil ich den ja als Spieler so toll fand und dass das dann gar nicht hingehauen hat. Aber dann sieht man mal wieder, nicht jeder kann einfach nur so als Spieler automatisch auch ein guter Trainer sein. Oft geht das dann schief. Genau, und dann kommt es zu Erich Rippe. Der stabilisiert dann erstmal die Mannschaft mit pragmatischen Mitteln. Rückkehr zum Libero. Ja, wie der Berger auch zurecht gesagt hat. Genau, und am Ende werden wir Zehnter. Ja gut, da kann man nur sagen, Mund abputzen und nach vorne gucken. Das war die schlechteste Saison von Bayern München. Ab dieser Zeit. Bayern wird nie wieder so schlecht wie in dieser Saison. Und die Jahre, so Mitte der 70er waren in der Liga alle nicht so dolle, aber das war echt nochmal ein Tiefpunkt. Zehnter ist schon, aber das hat ja zu Anfang auch zu Recht gesagt, das ist auch eine Folge für alle, die den FC Bayern eben nicht so gerne mögen oder gerne was Negatives hören. Vor allem war ja auch die Transferpolitik. Ja, aber da war auch Pech da, Balkon, der Lautob und Roman und dann griff der, Griff total daneben bei den Brasilianern. Aber vor allem hat der FC Bayern eine Lehre gezogen. Zu dieser Zeit war der FC Bayern nämlich ein Verkäuferverein. Man hatte das wirklich so als System. Man hatte ja den Matthäus, ursprünglich ja den Rummenigge abgegeben, dann den Matthäus. Man hatte das immer, man holte günstig Spiele aus der Bundesliga und verkaufte die teuer nach Italien. Und das hatte sich total gerecht. Also der Kohler war der eine, verkauft zu viel. Genau. In dem Moment. In dem Moment. Oder auch der Stefan Reuter, den hätte man ja gut als Libero-Ersatz. Ja, also mit denen beiden ging wirklich auch Qualität weg. Der Augenteil hat sein Schnitt überschritten. Aber dass Reuter und Kohler zu dem Zeitpunkt wegging, das war fast ein Genickbrecher. Das ist auf jeden Fall so eine Lehre, die der Uli Hoeneß dann gezogen hat. Und die ja später ja anderen Vereinen jetzt auch immer noch gerne vorhält. Wie Borussia Dortmund oder Red Bull Leipzig, dass man nicht immer die besten Spieler verkaufen dürfte. Aber das hat er damals natürlich gemacht und das hätte richtig problematisch auch für ihn und für Bayern werden können. Aber eine Zeit lang hat das Modell ja getragen. Aber er wurde dann quasi von den Umständen gezwungen, davon abzuweichen. Ja, das viele Geld, das hat natürlich gelockt und da hat man gesagt, das kriegen wir schon irgendwie hin, aufgefangen. Aber irgendwann geht es dann eben nicht mehr. Deswegen sind ja auch viele Vereine, die mal den FC Bayern in der Liga herausgefordert haben, dann immer wieder weggebrochen, weil die eben ihre Truppen nicht zusammengehalten haben. Jetzt will ich noch ganz kurz mal zu dieser Meisterschaft, 91, 92, weil es ja auch die Meisterschaft... Achso, die erste gesamtdeutsche war. Ja, okay, super. Die erste gesamtdeutsche Meisterschaft war... Und das war ja auch ein richtiger Krimi, da war Bayern halt einfach nicht dabei. Tatsächlich gab es einen Dreikampf zwischen Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und Borussia Dortmund. Und am 16. Mai 1992 reiste Frankfurt als Tabellenführer zum bereits feststehenden Absteiger Hansa Rostock. Ein Sieg hätte den Hessen die erste deutsche Meisterschaft seit 1959 gesichert. Über 10.000 Frankfurt-Fans waren an die Ostsee gereist. Der Champagner war bereits kaltgestellt. Die Frankfurter Eintracht unter Trainer Dragoslav Stepanovic, bekannt für ihren Offensivfußball, Fußball 2000 genannt, agierte jedoch sichtlich nervös. Rostock ging überraschend in Führung, ehe Axel Kruse der Ausgleich zum 1-1 gelang. Die Frankfurter hatten auch eine richtig geile Mannschaft. Da war Uli Stein im Tor, dann hatte man solche Leute wie Manfred Binz, Uwe Bein, Ralf Falkenmeier. Andreas Möller war dann noch der Star und im Sturm hatte man schon Anthony Jeboah und auch einen Edgar Schmidt, der damals ja auch sehr erfolgreich war. Aber in der 76. Minute, jetzt in dem letzten Spiel, kam es zu einer folgenschweren Schlüsselszene, die als das Frankfurter Trauma in die Bundesliga-Geschichte eingehen sollte. Ralf Weber drang in den Rostocker Strafraum ein, schlug einen Haken und wurde von Stefan Böger von hinten klar und unmissverständlich zu Boden gebracht. Es waren glasklare Elfmeter. Alle Zuschauer im Stadion hatten es gesehen. Nur einer nicht, Schiedsrichter Alfons Berg. Berg entschied auf weiterspielen, was wütende Proteste der Frankfurter Spieler dann auslöste. Aus purem Frust stürmte Weber nach dem Abpfiff auf den Unparteichen zu und musste von Teamkollegen noch mit vereinten Kräften zurückgehalten werden und zertrat vor laufender Kamera eine Fernsehkamera des NDR. Da Rostock in der Schlussminute sogar noch das 2 zu 1 erzielte, war der Frankfurter Meistertraum geplatzt. Trainer Stepanovic prägte unmittelbar danach dem Abpfiff den legendären Satz, Lebbe geht weiter. Deutscher Meister wurde übrigens der VfB Stuttgart, denn der gewann 2 zu 1 gegen Bayer Leverkusen durch einen späten Kopfballtreffer von Guido Buchwald. Und so feierten die dann die deutsche Meisterschaft, unter anderem Mitwiger Kögel und Christoph Daum, Der war ja von Köln nach Stuttgart gewechselt. Ja, das ist ja wichtig. Der Christoph Daum. Natürlich. Unser Lieblingsfeind. Von Köln früher. Der ist jetzt in Stuttgart Meister geworden. Ja, nachdem er ja beim FC rausgeschmissen wurde, wo hat er ja direkt bei Stuttgart angefangen. Gut. Und Matthias Sammer hat die erste Meisterschaft gewonnen im Westen. Der saß schluchzend in der Kabine wohl. Man konnte es kaum fassen. Ja, also auch eine tolle Saison. Auch wenn der FC Bayern halt aus Bayern-Sicht natürlich war das ganz furchtbar, aber so allgemein war das auch irgendwie auch eine Saison, die ich so erinnern habe, wo toller Fußball gespielt wurde. Ja, total. Wir haben ja damals jedes Spiel geguckt, was wir gucken konnten. Es ist mir noch, ja, gerade die von dir genannten Spieler und auch diese Spannung bis zum Schluss, da erinnere ich mich dann schon dran. Und viele Details der Bayern-Saison hingegen nicht. Ja, das war... Da war ja auch nicht viel, wo man sich daran erinnern kann. Aber da wurde ja, wie du zurecht sagst, der Grundstein für den weiteren zukünftigen Erfolg gelegt. Genau, es ist der Keim für die zukünftige Dominanz des FC Bayern. Wobei man sagen muss, in den 90ern ist von dieser Dominanz noch nicht so viel zu sehen. Da gibt es ja immer noch Vereine, die auch Deutscher Meister werden in dieser Zeit und ja auch noch so in den Anfang der 2000er. Aber natürlich wird der FC Bayern immer vorne ab da immer mit dabei sein. Und vor allem wird sich auch die Transferpolitik jetzt durch Beckenbauern Rummenigge ändern. Kleiner Vorausblick. Für die nächste Saison wird Lothar Matthäus zurückgeholt, Thomas Helmer kommt, Mehmet Scholl kommt und da sind ja schon mal so wichtige Protagonisten für den FC Hollywood zusammen. Ja und das war meine Folge über den FC Bayern München von 1990 bis Mitte 1992 und da werden wir demnächst dann auch wieder ansetzen für die nächsten Jahre.

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