Bayern München 1992-1994: Bundesliga, Meisterschaft und Franz trifft vom Bierglas
Lothar Matthäus kehrt zurück und Bayern holt Mehmet Scholl, Thomas Helmes und Adolfo Valencia
03.09.2026 58 min
Zusammenfassung & Show Notes
Bayern 1992/93 & 1993/94
Rückkehr der Stars & knapp am Titel vorbei (Saison 1992/93)
Vom Transfer-Coup um Thomas Helmer über das Elfmeter-Drama im Westfalenstadion bis zum bitteren Finale am Schalker Kreisel: Wie der FC Bayern unter Erich Ribbeck Stabilität suchte.
⚽ Kader-Umbau & Der legendäre Lyon-Trick
Aderlass & Neuaufbau: Stefan Effenberg und Brian Laudrup ziehen weiter nach Florenz. Im Gegenzug kommen Mehmet Scholl (KSC) und Brasilien-Star Jorginho (Leverkusen).
Die Rückkehr des Führers: Lothar Matthäus kehrt von Inter Mailand zurück und übernimmt die Mittelfeldregie.
Der Helmer-Transfer-Coup:
Borussia Dortmund weigert sich, Abwehrchef Thomas Helmer an Bayern zu verkaufen.
Die Finte: Helmer wechselt scheinbar zu Olympique Lyon nach Frankreich – nur um drei Monate später für 7,5 Mio. D-Mark in München zu unterschreiben.
Der Aufschrei: Die Liga schäumt, Bundestrainer Berti Vogts droht mit Helmers EM-Ausstellung.
🏆 DFB-Pokal & Bundesliga-Drama
Das Pokal-Epos im Westfalenstadion (2. Runde):
Dortmund vs. Bayern: Ein Abnutzungskampf mit Schlüsselbeinbruch (Christian Ziege) und Nasenbeinbruch (Michael Lusch).
Nach 2:2 in der Verlängerung entscheidet das Elfmeterschießen: Stefan Klos hält gegen Mazinho, Michael Zorc verwandelt seinen 39. Elfmeter in Folge zum 7:6 für den BVB.
Das Meisterschafts-Finale:
Bayern führt die Tabelle bis zum 33. Spieltag an.
Ein 3:3 am letzten Spieltag bei Schalke 04 kostet den Titel – Werder Bremen zieht dank der besseren Tordifferenz vorbei und wird Meister.
🎙️ Buli-Kuriosum der Saison
Christoph Daums Ausländer-Fauxpas: VfB-Stuttgart-Trainer Christoph Daum wechselt in der Champions League gegen Leeds United versehentlich einen vierten Ausländer ein. Das Spiel wird am grünen Tisch gewertet, Stuttgart scheitert im Entscheidungsspiel und verliert Millionen.
Das Phantomtor, der Kaiser und die Schale (Saison 1993/94)
Ein lebender Adler in der Kabine, ein Tor am Pfosten vorbei, Kanarienvögel im Olympiastadion und Franz Beckenbauer auf der Trainerbank: Die wildeste Bayern-Saison der 90er-Jahre.
⚽ Kader-Verstärkungen & Trainer-Rochade
Die Neuzugänge: Marcel Witeczek (Kaiserslautern), Alexander Zickler (Dresden), Adolfo „El Tren“ Valencia (Kolumbien) und der erst 16-jährige Samuel Kuffour.
Der Kaiser übernimmt: Nach schwankenden Leistungen wird Erich Ribbeck kurz nach Weihnachten 1993 entlassen. Vizepräsident Franz Beckenbauer übernimmt als Cheftrainer (Co-Trainer: Klaus Augenthaler) und bringt die Kabine sofort unter Kontrolle.
🌍 DFB-Pokal & Der Norwich-Schock im UEFA-Cup
Aus im DFB-Pokal: Nach Siegen über die Werder-Amateure, Jena und Schalke scheitern die Bayern im Achtelfinale mit 0:1 bei Dynamo Dresden (Tor: Marek Penksa).
Die Demütigung durch die „Canaries“ (UEFA-Cup, Runde 2):
Hinspiel in München: Arrogante Bayern unterliegen dem englischen Außenseiter Norwich City mit 1:2. Traumnote von Jeremy Goss (20-Meter-Volley) und Flugkopfball von Mark Bowen.
Historisch: Erster und einziger Sieg einer britischen Mannschaft im alten Olympiastadion.
Rückspiel: Ein mageres 1:1 an der Carrow Road besiegelt das europäische Aus.
🎭 Skandale, Anekdoten & Liga-Kult
Der Eintracht-Adler von Klaus Toppmöller:
Frankfurt startet überragend in die Saison (20:2 Punkte).
Vor dem Spiel gegen Bayern bringt Trainer Toppmöller einen echten Steinadler mit in die Kabine: „Das ist unser Torwart Uli Stein. Und die Schreiadler – das sind die Bayern!“
Frankfurt bricht in der Rückrunde komplett ein und versinkt im Chaos.
Jay-Jay Okocha vs. Oliver Kahn:
Frankfurts Jay-Jay Okocha tanzt die gesamte KSC-Abwehr mitsamt dem jungen Torwart Oliver Kahn schwindelig und erzielt das „Tor des Jahres 1993“.
⚽ Das Meisterschafts-Finale & Das Phantomtor
Das Drama vom 32. Spieltag (Bayern vs. 1. FC Nürnberg):
Thomas Helmer stochert den Ball deutlich am Torpfosten vorbei ins Aus.
Linienrichter Jablonski und Schiedsrichter Osmers entscheiden auf Tor. Nürnberg vergab beim Stand von 1:2 einen Elfmeter (Aumann hält gegen Schwabl).
Das Urteil: DFB hebt das Spiel auf. Bayern gewinnt das Wiederholungsspiel souverän mit 5:0. Nürnberg steigt am Saisonende punktgleich wegen der schlechteren Tordifferenz ab.
Der Triumph am 34. Spieltag:
2:0-Heimsieg gegen Schalke 04 durch Tore von Lothar Matthäus und Jorginho.
Bayern sichert sich die 13. Deutsche Meisterschaft. Raimond Aumann feiert seinen Abschied.
Fazit: Franz Beckenbauer holt die Schale zurück nach München – und trifft im Sportstudio beim Torwandschießen vom Weißbierglas.
Transkript
Herzlich Willkommen bei Sportarchiv. Mein Name ist Tim.
Und mein Name ist Stefan.
Ja Stefan, nachdem du ja was Schönes über den Karl-Heinz Schnellinger erzählt
hast und wir so eine kleine Zwischenfolge hatten mit dem Ballon d'Or,
bin ich ja jetzt heute dran und wir sprechen mal wieder über Bayern München.
Wunderbar, ich bin sehr gespannt. Ich weiß aber gar nicht mehr so ganz genau,
bei welchem Jahr wir jetzt wieder angelangt sind. Anfang der 90er, oder?
Ja, wir sind im Jahr 92, 93 und im Jahr zuvor hatten wir ja so einen sportlichen
Offenbarungseid bei Bayern. Das drei Trainerjahr.
Oh ja, Tiefpunkt. Ja, aber mit Erich Ribbeck sind wir dann noch Zehnter geworden in der Saison.
Der Sir. Ja, genau, der Sir. Ja, und im Verein hat sich ja auch einiges geändert,
denn Uli Hoeneß war nicht mehr alleine in der Leitung, sondern Karl-Heinz Rummenigge
und Franz Beckenbauer waren ja jetzt wieder aufgetaucht.
Stimmt. Ah ja, hat er erzählt ganz genau. Die haben ja jetzt mehr so ein Triumvirat.
Genau. Man versucht es jetzt zur neuen Saison und zu dritt hat man die Idee,
der Kader muss qualitativ total aufgerüstet werden.
Und vor allem brauchen wir wieder Leader-Typen. Oh ja. Und wir hatten ja Stefan Effenberg.
Ach ja, Effenberg 1.
Ja. Ja, Stefan Effenberg, der ist jetzt zu dieser Saison wieder gegangen und
es sollten jetzt neue Spieler kommen.
Aber die Saison 92, 93 ist auch deshalb was Besonderes, weil es die erste Champions
League-Saison ist. Aus dem Europapokal der Landesmeister wurde die Champions League.
Doch, verdammt lange her schon. Hätte sich jetzt gar nicht genau bestimmen können.
Kannst du dir vorstellen, wer der erste Champions League Sieger war?
Also es ist wirklich eine Ausnahme.
Oh ja gut, dann weiß ich es nicht. Ich hätte jetzt einfach AC Meinheit gesagt, aber ich weiß es nicht.
Nee, es war Olympique Marseille.
Ach, OM unter Bernard Tapie. Da hatten die doch krassen Geldgeber mit dem Tapie,
diese Medienunternehmer.
Das war halt tatsächlich zu Beginn der Champions League mal ein Ausnahmesieger,
sagen wir mal. Das ist unsere französische Mannschaft, das gewinnt.
Irgendein Deutscher hat auch beim Mass Bild.
Ja, Rudi Völler hat beim Mass Bild. Ja, Rudi Völler.
Ach, Rudi Völler.
Ja, aber daneben gab es natürlich noch weiterhin den UEFA-Pokal und den Europapokal der Pokalsieger.
Und eine weitere Neuerung gab es 1992.
Die Premier League wurde gegründet in England mit 22 Teams.
Ja, einschneidende Zäsur im internationalen Fußball. Beides.
Ja, und dazu kommt dann auch noch die Free-TV-Revolution dazu.
Denn im Jahr 92 sichert sich die Sportrechteagentur ESPR,
ein Joint Venture der Medienhäuser Kirch & Springer, für die unvorstellbare
Summe damals von 700 Millionen Mark die Erstverwertungsrechte an der Bundesliga
für fünf Jahre. Wow. Damals ein Riesenbetrag.
In der Tat.
Ja, und das hatte dann auch fürs Fernsehen und auch für die Fans eine Riesenänderung
nach sich gezogen, denn die Sportschau hatte nur noch die Zweitverwertungsrechte
und es gab eine neue Sendung auf Sat.1. Vielleicht erinnerst du dich noch.
Rann.
Ja, an Rann. Genau.
Reinhold Bittmann.
Genau. Ja, das ist richtig. Der Reinhard Beckmann mit seiner roten Jeansjacke.
Das wusste ich jetzt nicht mehr.
Das war damals wirklich was Besonderes. Wie das aussah, so futuristisch irgendwie,
wie eine Art Baustelle und eine Mischung aus Raumschiff Enterprise, so dieses Studio.
Also im Vergleich zur Sportschau, ja, futuristisch ist das richtige Wort, denke ich.
Ja, es war also ein richtiger Kulturschock. Ja, aber dazu werden wir mal eine
eigene Folge machen über die Entstehung des modernen Fußballs.
Oh, gerne.
Ja, wir kümmern uns jetzt natürlich um den FC Bayern und wie die Bundesliga-Saisons
92-93 und 93-94 abliefen.
Ich habe keine Erinnerung mehr. Peinlich.
Naja, also bei Bayern, wie gesagt, nach dieser sehr schwachen Saison,
da wollte man ja jetzt wieder angreifen, wollte natürlich wieder Meister werden
und dazu brauchte es Transfers.
und für damalige Verhältnisse für die Rekordsumme von 22 Millionen D-Mark wurden
dann Spielerkäufe getätigt.
Jetzt bin ich gespannt, wer kam.
Und ein absoluter Wunschspieler war für die Innenverteidigung Thomas Helmer.
Ach, da schon Thomas Helmer. Kam aus Dortmund?
Genau, der kam von Borussia Dortmund und der war da schon sechs Jahre beim BVB
und der hatte sich zu einem der besten Liberus- und Innenverteidiger entwickelt.
Ja, Helmer wollte unbedingt zum Bayern München, Aber er wollte auch,
dass seine Eltern dann mitkommen.
Wie, ein erwachsener gestandener Mann will seine Eltern mitbringen?
Ja.
Er wollte die halt versorgt wissen.
Genau das ist der Hintergrund. Der wollte, dass sein Vater einen Job bekommt.
Ja, und Uli Hoeneß hat den beiden Eltern dann auch Jobs besorgt,
weil die Bayern unbedingt ihn als Abwehrchef haben wollten.
Aber es gab ein Problem. Dortmund wollte ihn nicht gehen lassen.
Jedenfalls nicht zu einem direkten Konkurrenten. Verständlich.
Und es war halt so, der hatte eine Ausstiegsklausel von 3 Millionen D-Mark,
aber nur für einen ausländischen Verein.
Das war Bayern natürlich bekannt und die boten dann 4,5 Millionen.
Das ist doch Ausland, Freistaat Bayern, Weißwurst, Äquator. Nein, sorry.
Ja, nicht ganz, aber die Dortmunder blockten halt weiter ab.
Die wollten das halt natürlich nicht.
Dann hatte Bayern eine Idee für einen Transfer-Coup, nämlich den sogenannten
Auxer-Trick, so nannte man das dann danach.
Da ein direkter Wechsel nach Bayern ja blockiert war durch Dortmund,
hatte man die Idee, sich mit dem französischen Erstligisten A.G.
Auxer zusammenzutun. Denn die könnten ja die Ausstiegsklausel einfach ziehen
und der Helmer unterschreibt dann da einfach einen Vertrag.
Boah, böse. Ja, und das hat man dann tatsächlich gemacht. Der Helmer hat dann
einen Vertrag unterschrieben und dann war natürlich die Vereinbarung mit den
Franzosen kein Problem. Wir verkaufen den dann direkt weiter,
ohne dass der ein Pflichtspiel macht an Bayern München.
Ich vermute, Dortmund hat dagegen protestiert.
Ja, auf jeden Fall. Ja, das Ganze wurde halt publik und wie du schon sagst,
Dortmund akzeptiert das überhaupt nicht und es gibt einen riesen Aufschrei in Fußballdeutschland.
Na Gott sei Dank.
Und natürlich Uli Hoeneß wird angegriffen, das wäre das allerletzte.
Und in einem Kicker-Interview räumt der Hoeneß sogar selber ein,
ja, man dehne hier die Gesetze extrem aus. Und dazu muss man jetzt sagen,
es stand ja noch die EM 1992 an.
Und dieser Streit, der war dann auch für Berti Vogt zu viel.
Der war dann auch richtig verärgert über diese ganze Unruhe und diesen Streit,
den es da gab. Und der hat dann gedroht,
er würde den Helmer aus dem Kader streichen für die EM in Schweden.
Und das gab dann nochmal so richtigen Druck. Aber vor allem der DFB-Liga-Ausschuss,
der wollte diesen Transfer-Trick jetzt natürlich verhindern und machte auch Druck.
Ja, und am Ende des Tages hat sich dann der Hoeneß und der Michael Mayer,
der damals der Manager von Borussia Dortmund war, dann auf 7,5 Millionen Ablöse
geeinigt. Also richtig viel, quasi mehr als das Doppelte der Ausstiegsklausel.
Heftig viel, wow.
Und damit war das Ganze dann vom Tisch, aber dass diese Möglichkeit besteht,
das schwellte jetzt natürlich immer im Hintergrund, dass man ja theoretisch
so eine andere Mannschaft benutzen könnte, um einen Spieler zu verpflichten.
Man könnte doch einfach auch dann so eine Inlandsklausel vereinbaren,
wo es das Problem oder eben gar nicht mehr sagen, das gilt nur für das Ausland,
sondern sagen, egal wer kommt, der zahlt 10 Millionen. Simpel.
Naja, das Problem war ja, dass diese Verträge halt schon abgeschlossen waren
und das war damals halt vielleicht nicht unüblich, dass man dann halt besondere
Klauseln fürs Ausland nimmt, um jetzt den Konkurrenten nicht zu stärken.
Guter Punkt, die waren ja schon, sind ja laufende Verträge, die kannst du nicht
mehr ändern, stimmt, guter Punkt.
Ja, es gab dann um die Nationalmannschaft auch noch mehr Aufregungen von anderen Nationalspielern.
Also so Wechseltheater, das schwelte so um diese ganze EM 92.
Zum Beispiel Andi Möller, der wollte ja unbedingt zu Juventus Turin wechseln
und er erzwang den dann auch von Frankfurt nach Turin.
Aber auch noch weitere Spieler hat Bayern verpflichtet. Und zwar einen ganz
bekannten Spieler, nämlich Mehmet Scholl für 2,5 Millionen von Karlsruher SC.
Ja, der war ja dann sowas wie ein Teenie-Idol.
Er hat das Bravo-Oscar bekommen.
Ja, er auch. Ja, aber wir haben auch noch den Rechtsverteidiger Jorginho für
2,8 Millionen von Bayer Leverkusen verpflichtet. Und das, fand ich,
war auch eine super Verpflichtung.
Das war mein Lieblingstransfer in der Saison. Jetzt erinnere ich mich,
Jorginho war ja super bei Leverkusen schon.
Ja, das war also eine richtig gute Verpflichtung. Und wir haben dann noch Markus
Schupp aus Wattenscheid und Dieter Frey, der kam dann auch noch als junger Spieler
dazu, sowie Harald Tscherni auch als junger Spieler.
Ja, Harald Czerny verankern. Ja, der hat ja Tore gemacht am Anfang.
Ja, man hat gedacht, das wäre ein Riesentalent.
Ja, das war ein kleiner Hype sogar. Interessanterweise haben ja der Schupp und
der Frey, meiner Erinnerung zumindest, relativ lange sogar dann Stammspieler-Positionen gehabt.
Ja, der Markus Schupp so im Mittelfeld auf jeden Fall.
Ja, aber das Ganze war ja nur möglich, indem man auch Verkäufe tätigt.
Und wen man ja auf jeden Fall weg haben wollte und der auch selber weg wollte,
war Stefan Effenberg. Der wollte ja schon im Jahr davor gehen.
Jetzt durfte er gehen. Aber sein Traum zu Real Madrid zu wechseln,
der ging nicht in Erfüllung. Und er ging dann nur in Anführungszeichen zum AC
Florenz zusammen mit Brian Laudrup. Der ging dann sogar für 10 Millionen.
Ja und dann haben wir noch Manni Bender vom KSC und Thomas Strunz.
Der Manni Bender, der ging halt zum KSC und der Thomas Strunz,
der ging zu Stuttgart und der blieb da bis 1995 und kehrte dann zu Bayern zurück.
Ja und dann hatten wir noch Manni Schwabel, der wurde nach Nürnberg ausgeliehen
und der Markus Babbel zum HSV als ganz junger Spieler.
Stimmt, da fing das an, dass man junge Spieler zu Wettbewerbern ausleiht,
wie später auch den Philipp Lahm.
Genau. Nach Saisonbeginn am 25.8. erst kam dann der verlorene Sohn nach München
zurück, Lothar Matthäus.
Ah, der Lothar.
Ja, der Lothar hatte ja vier erfolgreiche Jahre bei Inter Mailand hinter sich,
aber auch einen schweren Kreuzbandriss erlitten.
Der sollte dann unbedingt zu Bayern zurück, weil man ihn als die neuen Leader
für die Führungsrolle Mittelfeld haben wollte.
Und das war ja vor allem die Intention von Beckenbauer und Rummenigge.
Der Uli Hoeneß war ja nicht so begeistert vom Lothar Matthäus,
wollte den nicht so unbedingt haben.
Und vor allem sollte der wahnsinnig viel kosten.
Denn ursprünglich wollte Inter Mailand mindestens 10 Millionen für Matthäus.
Der war ja auch erst zwei Jahre zuvor FIFA-Weltfußballer geworden und das Jahr
davor Ballon d'Or-Sieger, Weltmeister.
Die wollten natürlich damit Kohle machen.
Hätte ich gesagt, okay, der ist doch gerade ein Kreuzbandriss und zu der Zeit
war ein Kreuzbandriss fast das Ende der Karriere. Also im Englischen würde man
sagen Damaged Goods und Damaged Goods können nicht so teuer sein.
Ja und genau so ist es dann auch gekommen. Der Rummenigge, der hat ja auch gute
Connections zu Inter gehabt.
Und der hat dann auch gesagt, ja, der ist ja so schwer verletzt.
Quasi, wir nehmen euch den ab.
Und im Hintergrund hatten die Bayern ihn schon zu einem Spezialisten geschickt.
Fünf Monate lang hat er schon so ein Aufbautraining gemacht und hat das aber
vor Inter verheimlicht, mehr oder weniger, wie gut das läuft.
Und so hat man ihn dann für die Hälfte bekommen.
Wow, ja, Mission accomplished.
Naja, er war ja trotzdem ein Risiko. Also jemand, der so eine schwere Verletzung hat.
Ja, das stimmt. Das war zu der Zeit nicht klar.
Ja, und damit war jetzt aber auch der Kader ziemlich groß von Bayern München.
Im Tor hatten wir noch Raimund Aumann, Sven Scheuer und Uwe Gospodarek.
Und in der Abwehr dann Thomas Helmer, Oliver Kreuzer, Alois Reinhardt und Thomas
Bertholdt auch immer noch, der seinen Vertrag aussaß.
Ja, der Golfspieler, stimmt.
Ja, genau. Und der bestverdienende Golfer nach Bernhard Langer.
Ja, dann hatten wir noch Jorginho, Markus Münch, Roland Grahammer und Dieter Frey im Kader.
Und im Mittelfeld noch Jan Wauters, Christian Nährlinger, Lothar Matthäus,
Memet Scholl und immer noch Olaf Thun und Markus Schupp.
Für die Offensive hatten wir dann Christian Ziegel, Michael Sternkopf,
Harald Czerny, Bruno Labbadia, Masinjo immer noch und Roland Wohlfahrt.
Der ewige Roland Wohlfahrt.
Ja, aber so ewig wird das nicht mehr dauern.
Der war für mich immer so der Inbegriff, ich will dem nichts,
aber der war der Inbegriff dieser internationalen Mittelmäßigkeit.
Der war einfach, der war gut, okay, aber der war eben nicht überragend.
Ne, das stimmt. Es wurden immer Stürmer gekauft und am Ende spielte Roland Wohlfahrt.
Sehr gut.
Ja, das Ganze jetzt mit diesen ganzen Alphatieren, extrovertierten Persönlichkeiten,
bietet jetzt so das Fundament, sage ich mal, für den späteren FC Hollywood.
Also das ist ja dann so Mitte der 90er, Ende der 90er. Da kommt ja dann noch
Olli Kahn dazu, später Basler und Klinsmann. Aber hier sind schon so die Beginner.
Denn vor allem das Privatleben der Spieler wurde durch jetzt die Boulevardmedien,
durch die privaten Ausstrahlungen des Fußballs und diese ganze Medienpräsenz
vielmehr unter so ein Brennglas gesetzt.
Jetzt wurde alles nachgefragt und da gibt es ja zum Beispiel auch zum Lothar
Matthäus so eine schöne Home-Story, die er mal für RTL gemacht hat,
wo er dann so sein Heim präsentiert, was es ja früher nie gegeben hat.
Ach, da war er mit Lolita Morena zu der Zeit verheiratet, oder? War das nicht so?
Ja genau, da erzählt er ja auch von sich in der dritten Person. Also es ist sehr witzig.
Ja, es ist Mast-C-TV in der Tat.
Naja, auf jeden Fall war jetzt klar durch diese größere Medienpräsenz und dass
Fußball generell jetzt in einer viel breiteren Öffentlichkeit stattfand,
dass vor allem der FC Bayern
immer populärer wurde, beziehungsweise auch immer mehr verhasst wurde.
Und das ist ja auch in München mit der AZ und der TZ, zwei Boulevardblätter
in München und noch die Bild München, also drei Boulevardblätter.
Die brauchen ja auch immer Stoff.
Ja, die haben sich dann auch dahinter geklemmt, dass dann jeden Tag quasi irgendeine
neue Story rauskam. So, aber kommen wir mal zur Bundesliga.
In der Bundesliga lief es am Anfang richtig gut für Bayern. Das neue Ston-Ensemble
unter Erich Ribbeck war ganz lange auf Meisterkurs.
Und die Mannschaft führte die Tabelle sogar ab dem ersten Spieltag der Saison souverän an.
Und im Dezember 92 wird dann Trainer Erich Ribbeck sogar zum Trainer des Jahres
gewählt, weil er Bayern wieder an die Spitze gebracht hat. Da erinnert sich
heute auch kaum noch jemand dran.
Nein, nicht genau.
Ja, aber im Schatten der Münchner entwickelt sich ein alter Erzfeind wieder
zu einem echten Konkurrenten, nämlich Werder Bremen unter Otto Rehagel.
Und die wären sozusagen ein unerbittlicher Jäger in dieser Saison.
Da wurde ja wieder mal die kontrollierte Offensive geprägt bei Werder Bremen und mit Rune Bratzett
und dem österreichischen Spielmacher Andi Herzog und dem Torjäger Winten Rufa
hatten die wirklich so eine richtige Achse.
So für alle Nachgeborenen, Winten Rufa kam aus Neuseeland.
Ja, also den kannte vorher auch keiner, genau wie Rune Bratzett aus Norwegen nicht.
Das waren wirklich so unter dem Radar sehr gelungene Einkäufe vom Werder-Management,
also von Willi Lemke wohl.
Ja und schon am elften Spieltag gewann Werder in der Hinrunde schon gegen Bayern
3 zu 1 und gewann dann auch in der Rückrunde das direkte Duell 4 zu 1.
Boah, deutlich. 3-1 und 4-1. Boah.
Aber trotzdem blieb Bayern erst einmal Erster.
Aber am vorletzten Spieltag der Saison kam es zu einem dramatischen Führungswechsel.
Als die Bayern auf dem ersten Platz liegen, 4 zu 2 beim KSC verloren,
ausgerechnet beim Karlsruher SC.
Damals noch mit Olli Kahn. Gewann Werder Bremen. Aber obwohl Werder Bremen gewann,
hatte Bayern noch das bessere Torverhältnis und war immer noch Erster.
Aber am 33. Spieltag gewann Bayern nur in Anführungszeichen 3 zu 1 gegen Bochum.
Bremen gewann aber 5 zu 0 gegen den HSV und auf einmal zogen die Bremer Punkt gleich vorbei.
Showdown am letzten Spieltag.
Ja, und am letzten Spieltag reichte Bremen also ein souveräner 3 zu 0 Sieg gegen
den VfB Stuttgart, während Bayern trotz eines dramatischen Spielverlaufs auf
Schalke nicht über ein 3 zu 3 hinauskam und die Meisterschaft war verloren.
Beziehungsweise Bremen hatte sie gewonnen.
Also das Ganze habe ich erfolgreich aus meinem Gedächtnis gelöscht.
Ich habe keine Erinnerung dran, das ist ja nicht zu fassen. Obwohl das ja dramatisch war.
Ja, mega dramatisch. Aber ich glaube, das wurde durch diese späteren Meisterschaften,
der Meister der Herzen von Schalke und so, das hat das irgendwie überdeckt.
Ja, bei Bayern natürlich eine Riesenenttäuschung.
Und zu dieser Enttäuschung kommt dann hinzu, dass man im DFB-Pokal auch schon
lange ausgeschieden war.
Wieder mal.
Ja, wieder mal. Am 12. September 1992, in der zweiten Hauptrunde,
trifft man nämlich auf Borussia Dortmund, damals schon mit Ottmar Hitzfeld als Trainer.
Und angeblich gilt das als der intensivsten und dramatischsten Pokalduelle der beiden.
Vor über 37.000 Zuschauern das Spiel begann mit einem Paukenschlag.
Bereits in der neunten Minute hämmerte
der Dortmunder Knut Reinhardt einen Freistoß aus 30 Metern ins Tor.
Und Bayern-Keeper Raimund Aumann unterschätzt den Ball halt total und sieht
da wirklich sehr schlecht aus.
Ja, der Raimund Aumann war ja eben auch ein ganz guter Torwart,
aber eben kein Top-Torwart. Das muss man einfach sagen.
Ja, sagen wir mal so, der hatte immer mal den einen oder anderen Aussätzen.
Ja, so ein bisschen wie Pan, Olli und andere Torhüter, die immer auch tolle
Leistungen zeigten, Aber immer wieder dann auch so Fehler hatten.
Ja, aber das Spiel ging dann an sich ganz gut weiter. Nach einer Flanke von
Oliver Kreuzer trifft Bruno Labbadia zum 1 zu 1. In der 16. Minute schon.
Dann wird das Spiel mit brutaler Härte und Leidenschaft geführt,
was zu einigen Verletzungen führte.
Der Dortmunder Michael Lusch, an den ich überhaupt keine Erinnerung mehr hatte,
der erleidet im Zweikampf einen dreifachen Nasenbeinbruch. Wow.
Und der Christian Ziege erleidet einen Schlüsselbeinbruch. Also da ging es richtig hart zur Sache.
Und dann in der 59. Minute kommt der agile Brasilianer Marzinho.
Da ist er mal wieder, der Marzinho.
Also es geht gar nicht. Agile und Marzinho passt gar nicht.
Ja, der vernascht die ganze Dortmunder Abwehr und trifft zum 2 zu 1.
Ja, leider wird das Ganze dann dramatisch. In der 83. Minute kommt es an der
Seitenauslinie zu einer handfesten Rangelei zwischen dem Bayern-Spieler Olaf
Thon und Flemming Paulsen.
Und der Olaf Thon sieht die gelb-rote Karte und fliegt vom Platz.
Und dann 100 Sekunden später, nach dem Platzverweis, und dann treffen die Dortmunder
nach einer Kopfballvorlage, ausgerechnet von dem Flemming Paulsen,
auf Stefan Schappelser, der dann goldrichtig steht, zum 2 zu 2. So ein Mist.
Ja, Stefan Chapuisar, dieser leise Killer, der immer entscheidende Tore verdorben hat.
Den fand ich super, der war ja Schweizer, ne?
Ich vermute mal, dass der Hitzfeld den aus der Schweiz kannte und mitgebracht
hat. Weiß ich aber nicht mehr genau. Müssen wir nachher recherchieren.
Stefan Chapuisar, ewig nicht dran gedacht. Ja, super.
Ja, und nach einer torlosen Verlängerung gibt es dann Elfmeterschießen.
Und beide Mannschaften sind sehr nervenstark.
Alle ersten vier Schützen treffen.
Darunter auch Thomas Helmer, der gekommen war. Ja, und auch Stefan Schapesat trifft für Dortmund.
Wobei der Raimund Aumann bei dem Schuss ganz nah dran war. Der war schon mit
den Fingerspitzen dran, aber trotzdem geht der Ball rein.
Und als fünfter Elfmeterschütze für Bayern kommt Marzinho.
Wer hat denn den ausgewählt? Das geht doch gar nicht.
Ja, und wie es so ist natürlich, der schießt ihn an den Außenpfosten.
Stefan Kloos im Dortmunder Tor jubelt, als hätte er den Ball gehalten.
Ja, und dann kommt Michael Susi Zorc, Mr. Zuverlässig bei Dortmund.
Und er knallt den Ball natürlich rein.
7 zu 6 für Dortmund. Bayern ist mal wieder früh gescheitert.
Krass, die letzten fünf Jahre, vor unserem letztjährigen Double sind wir ja
auch x-mal ausgeschieden.
Also in der Zeit auch. Man fragt sich oft, das ist ja jetzt oft in den Saisonrückblicken,
gesagt, die sind ausgeschieden, ausgeschieden, ausgeschieden.
Trotzdem sind wir DFB-Pokalrekord. Also haben wir doch ein paar Jahre was richtig
gemacht. Aber ja, da halt nicht.
Nee, da haben wir leider nicht gut gespielt. Ja, das war dann auch so eine ganze
Durchstrecken halt teilweise in den 80er und 90er Jahren, die wir da hatten.
Im Übrigen, im Europacup waren wir ja natürlich nicht dabei,
weil wir ja im letzten Saison nur Zehnter waren.
Ach scheiße, stimmt, Zehnter. Ja gut, dass du es nochmal erwähnst.
Das ist so außergewöhnlich bei Bayern.
Ja, aber es gab noch andere kuriose Anekdoten und Geschichten in dieser Saison 92-93.
Berühmt ist ja vor allem die folgenschwere Panne von Christoph Daum beim VfB
Stuttgart im Europapokal.
Denn am 30. September 1992 in der Qualifikation zum neu gegründeten Champions
League hatten die Stuttgarter Leeds United als Gegner.
Und die hatten das Hinspiel 3 zu 0 gegen Leeds gewonnen.
Aber im Rückspiel in Leeds sah es richtig schlecht aus. Also die gingen da ein
bisschen unter und es stand auf einmal 1 zu 4.
Aber nach der Auswärtstorregel wäre Stuttgart ja jetzt weiter gewesen.
Und um das Ganze abzusichern, wollte der Christoph Daum dann in der 83.
Minute nochmal auswechseln und einen Defensivspieler bringen,
den Jugoslawen Jovica Simanić.
Und den wollte er für Maurizio Gaudino bringen, der war ausgelaugt quasi am Ende des Spiels.
Aber was Daumen in der Hektik völlig übersehen hatte, mit dem Schweizer Adrian
Knub, dem Isländer Sverison und dem Jugoslawen Dubajic standen schon drei Ausländer
auf dem Platz und mehr durfte man gar nie einsetzen.
Ja, mit Simanić war jetzt der vierte Ausländer auf dem Platz und es blieb dann
bei dem 4 zu 1, aber Leeds United legte dann natürlich Protest ein.
Und die UEFA hat das Spiel dann überraschenderweise auch 3 zu 0 für die Engländer
gewertet und dadurch war ein Gleichstand.
Und jetzt musste sogar noch ein Entscheidungsspiel stattfinden,
das fand in Barcelona im Camp Nou statt und da hat Stuttgart dann 1 zu 2 verloren.
Das war glaube ich der Anfang vom Ende für Christoph Daum als Trainer in Stuttgart, dieser Fehler.
Menschlich aber, ich glaube da war ein Knacks drin bei dir.
Ja und ob er das alleine war und ob das der Co-Trainer dann mit Schuld war und
so, aber auf jeden Fall wurde ihm die Schuld gegeben.
Ich wollte gerade sagen, ihm wurde halt die Schuld gegeben, ihm fokussierte
sich dann alles, obwohl der ganze Trainer, alle hätten ja sagen können,
Moment mal Christoph, da sind doch schon drei Ausländer drin,
hat aber keiner gemacht. Das war eigentlich kollektiv ein Augenblicksversagen.
Ja, aber das hing ihm ja relativ lange nach.
Bis dann die Drogengeschichte kam, die überdürfen, könnte man jetzt böse sagen.
Ja, nicht minder spektakulär verlief das Spiel Schalke 04 gegen Bayer Leverkusen in der Bundesliga.
Die Schalker gerieten bei dem damaligen Star-Ensemble von Rainer Kallmund so richtig unter die Räder
Zur Halbster stand es schon 0 zu 3 und Udo Latek hatte dann schon alle ausgewechselt,
das ganze Auswechselkontingent ausgenutzt und dann verletzte sich Jens Lehmann,
zog sich ein Kreuzbandriss sogar zu und jetzt hatte man keinen Platz mehr für
den Ersatztorhüter und das ist das Spiel, wo dann Mike Büskens ins Tor gegangen ist.
Und manchmal ist es ja so, wenn so ein Feldspiel ins Tor geht,
das geht dann ganz gut aus. Hier aber nicht.
Denn die Leverkusener hatten keine Gnade.
Es stand dann nachher 6 zu 1 und der Büskens war so richtig geschockt dann.
Das ist ja so wenig Tore, ne?
Ja, trotzdem, aber...
Ja, ich hätte gedacht, die hätten 9-0 gewonnen oder sowas. Aber der hat wahrscheinlich
gedacht, boah, was kriege ich hier für Bälle um die Ohren.
Die ballert, ne? Genau so war es. In einem Interview hat er gesagt,
nie wieder gehe ich in das Tor.
Ist das nicht die Saison, wo der Udo Lattec diesen bescheuerten Müllermilchanzug
und die Müllermilchkappe immer anhatte?
Ja, das ist das tatsächlich. Direkt an einem der ersten Spiele,
da hat er diesen furchtbaren Trainingsanzug beim Interview bei Sat.1 an,
mit diesen riesen Aufklebern und dieser Mütze.
Und dann wird er ja auch noch gefragt, warum er das denn anhält.
Und dann ist er so richtig sauer und sagt, meinen Sie, das ziehe ich freiwillig an? Ja.
Mir geht es nur um Kohle, wie immer.
Ja, das war zu der Zeit aber so. Da wurde ja dann alles für Werbung genutzt.
Na klar, denkt man modern talking, warum der Dieter Bohlen und der Thomas Anders
diese bescheuerten Anzüge anhatten, Trainingsanzüge. Das war da auch irgendwie gesponsert.
Ja, der Dieter Bohlen wollte da kein Geld ausgeben, genau. Ja,
aber tatsächlich war es jetzt am Ende der Saison so, trotz dieser Star-Einkäufe,
Matthäus, Helmer, Scholl, hat es nicht gereicht.
Tja und jetzt in der nächsten Saison wollte man dann erst einmal aber so weitermachen.
Also der Trainer blieb und man wollte jetzt noch so ein bisschen mehr frisches
Blut reinholen, aber ohne jetzt so viel Geld auszugeben bzw.
viel Geld wollte man nur für einen richtigen Star ausgeben. Und wie das ja so
Anfang der 90er ist, bei FC Bayern Stars zu verpflichten, das läuft nicht so gut.
Ja, deshalb verpflichtet man erstmal Marcel Wittichek von Kaiserslautern.
Wobei, der hat die große Zeit bei Bayer Urdigen gehabt, der Wittichek, fand ich.
Okay.
Aber gut, sie haben halt geholt, war der bei Lautern?
Naja, und aus Dresden holte man ein hochveranlagtes Sturmtalent, Alexander Zickler.
Tja, der Mann, der auch 100 Meter Läufe gewinnt, aber mit dem Ball nicht so befreundet war.
Ja, so kann man es ungefähr sagen. Er war auf jeden Fall schnell und groß.
Ja, aber für die internationale Note sorgte dann ein ganz anderer Spieler.
Einer, den überhaupt keiner auf den Rechnungen hatte und eigentlich auch keiner kannte.
Adolfo Valencia, genannt El Tren.
Ach du Schande. Ja, ich freue mich schon auf einige Episoden gleich.
Ja, genau. Also es fängt schon damit an, dass er dann ins Bayern-Training kommt
und bekommt als erstes so einen lustigen Spitznamen, genannt der Entlauber.
Der Entlauber.
Der Franz Beckenbauer sieht den so bei den ersten Trainingsschüssen und sieht,
wer die Bälle reihenweise über das Tor in die Bäume knallt und nennt ihn dann den Entlauber.
Das ist typisch Franz, böse.
Ja, und man holt noch einen 16-Jährigen, also ganz früher Transfer,
ein ghanaischer Innenverteidiger, genannt Samuel Kufour.
Ja, das war ein richtig guter Einkauf.
Ja, der würde sich in den nächsten Jahren natürlich als Goldgriff erweisen.
So ein bisschen wie die Santa Cruz dann später.
Ja, Rocke.
Ja, aber Adolfo Valencia, warum das denn, fragt man sich?
Tja, weil man eigentlich jemanden ganz anderen oder andere große Spieler haben wollte.
Zunächst wollte man schon im Frühjahr 93, noch während der Saison, Anthony Jeboa holen.
Ja, das wäre es gewesen.
Ja, aber Frankfurt stimmte schon ganz früh dem Wechsel nicht zu.
Und außerdem wollte auch Jeboa aus privaten Gründen gar nicht aus Frankfurt
weg. Also das hat nicht geklappt. Ja, und dann hatte man die Idee,
beziehungsweise wahrscheinlich eher so Rummenigge und Beckenbauer,
man holt jetzt noch Kalle Riedle aus Italien zurück.
Ja, hätte ich genommen.
Ja, hätte ich auch gerne genommen.
Aber der Wechsel kam deshalb nicht zustande, weil Borussia Dortmund mehr Geld
geboten hat als Bayern München. Das ist auch etwas verwunderlich.
Das muss man sich der Zunge zergehen lassen. Das wäre heute,
glaube ich, nicht mehr so.
Ja, und das war dadurch, dass die davor sehr erfolgreich Moeva Cup gespielt
haben und dadurch sehr viel Geld eingenommen haben.
Da konnte sie im Moeva Cup mehr Geld einnehmen als im Landesmeisterpokal bzw.
in der ersten Phase der Champions League.
Naja, und Bayern hat ja in dem einen Jahr gar nicht international gespielt.
Nee, nee, durch die drei schlechten Jahre war das wirklich, war es schwierig für Bayern.
Aber man hatte dann den ganz großen Wurf. Man holt Ruth Hullit zu Bayern München,
denkt man. Oder denkt Uli Hoeneß und Franz Beckenbauer.
Denn die kämpfen wie ein Löwe um diesen Spiel. Den wollen sie unbedingt loseisen
von AC Mailand. Und es sieht auch so aus, als wenn er kommt.
Denn der Ruth Hullit gibt in der holländischen Presse bereits ein Interview
und bestätigt, ich wechse zu Bayern München.
Er war dann sogar schon in München. Er war am Tegernsee und hat bei Uli Hoeneß übernachtet.
Und dann ist der Uli Hoeneß und der Schatzmeister Kurt Hegerich sogar nach Amsterdam
geflogen, um die letzten Modalitäten zu klären mit den Anwälten.
Aber dann auf einmal, als alles schon klar war, kommt der Transfer doch ins
Stock. Weil Uli's Ehefrau möchte nicht nach Deutschland. Kannst du dir vorstellen, warum nicht?
Nein.
Zu der Zeit gab es ja rassistische Anschläge in Deutschland.
Solingen, Rostock, Lichtenhagen.
Nee. Ist nicht wahr. Ich will es anders formulieren.
Es ist natürlich verständlich, aber da sieht man mal, welche Auswirkungen bis
in den Fußball dieser Irrsinn hatte, in diesen ganzen Morde und...
chaotischen Aufstände von diesen Rassisten.
Ja, es spielt natürlich auch eine Rolle, dass sie vor allem auch in Italien bleiben möchte.
Und so wechselt der Ruth Rulle dann nicht zu Bayern München, sondern zu Genua.
Naja, so richtig glücklich geworden ist er dabei auch nicht mehr.
Der hatte seinen Zenit da schon überschritten, meine ich.
Ja, aber tatsächlich war der Zenit so ein bisschen überschritten.
Trotzdem wäre das ein Riesen-Coup für Bayern gewesen. Allein wie Bundesliga so als Aushängeschild.
Ja, der Name allein.
Ja, und so wurde es dann Adolfo Valencia. Und als der dann kam,
wollte Roland Wohlfahrt weg. Und man ließ ihn auch gehen. Und zwar zu Saint-Étienne.
Und El Mekinelli, der wechselte dann auch endlich. Der war auch noch im Kader
gewesen, aber der war ja ständig verletzt oder dauerverletzt.
Der wechselte nach Kilnarnock. Ja, und auch Jan Wauters sollte dann später in
der Winterpause gehen. Da kommen wir aber nochmal zu. Der wechselt dann zur PSW.
Und auch Massenio verlässt den Verein. Und wen wir auch loswerden,
ist Thomas Berthold. Der wechselt zum VfB Stuttgart.
Good riddance. Wiedersehen.
Der Jan Wauters, der wechselt halt zur PSW, weil er ein angespanntes Verhältnis
zu Erich Ribbeck hat. Oder auch schon länger hatte.
In der Spielersitzung der Vorsaison soll es Diskussionen gegeben haben zwischen
den beiden. Und dann hat der Wauters zum Ribbeck gesagt, hören Sie mal Trainer.
Hier im Verein sind sie der Einzige, der keine Ahnung hat von Taktik.
Naja, aber kommen wir mal zur Saison 93-94. Und fangen wir mal mit dem Pokal an.
Und wenn ich mit dem Pokal anfänge, heißt das, so richtig erfolgreich war das nicht.
Schon wieder ausgeschieden. Ist nicht.
Ja, die Pokalsaison begann eigentlich ganz gut. Standesgemäß erste Hauptrunde
gegen die Amateure von Werder Bremen gewinnt man 5 zu 1.
Aber Bruno Labbadia verletzt sich sehr schwer.
Der hat drei Tore zwar in dem Spiel geschossen, kriegt dann aber eine schwere
Meniskusverletzung und fällt zwei Monate aus.
In der zweiten Runde ließ Bayern auch nichts anbrennen, besiegte die Amateure
von Carl Zeiss Jena mit 2 zu 0.
Auch nicht berauschend. Und in der dritten Hauptrunde wartet dann ein echter Härtetest.
Schalke 0-4. Aber in einer ganz packenden Partie setzt sich Bayern nach Verlängerung
3-2 knapp durch und ziehen ins Achtelfinale ein. Also gegen Schalke haben wir
uns irgendwie immer schwer getan.
Ja, man denkt immer an das legendäre Spiel mit Olaf Thron damals,
6-6. Aber wir sind weiter, immerhin. So weit, so gut.
Ja, und dann kommt eigentlich ein recht einfaches Los. Dynamo Dresden.
Also erst Legist noch, aber machbar. Aber in einer hitzigen,
unter Dauerregen stattfindenden Partie fanden die Bayern überhaupt nicht ins
Spiel. Also das war so ein richtiger Kampf, das lief alles nicht.
Und dann schießt der slowakische Stürmer Marek Penksa für Dresden das 1 zu 0.
Trotz wütender Angriffe von Bayern, angeführt von Mehmet Scholl und Lothar Matthäus,
schaffen sie es nicht, das Bollwerk der Dresdner zu knacken und bissen sich
vor allem am Torhüter Stanislav Tchatchesov die Zähne aus.
Es bleibt beim 1-0 und Bayern ist raus.
0-1, das war's dann.
Ja, das war's.
Also noch mal...
Was für eine Enttäuschung. Naja, okay, dann kann man sich ja,
wie hat man so gerne gesagt, voll auf die Meisterschaft konzentrieren.
Ja, das stimmt. Naja, aber vielleicht wird es ja im UEFA Cup besser.
Denn da sind wir ja jetzt qualifiziert als Zweiter.
Es geht ganz gut los.
Man rumpelt sich so bei Twente Entschede zu einem 4 zu 3 auswärts.
Aber gewinnt das Rückspiel 3 zu 0. Alles gut. Und dann wird zugelost der englische
Außenseiter Norwich City.
Die Canaries, die Kanarienvögel.
Genau, die Kanarienvögel. Die waren sensationell Dritter in der Premier League
und die waren damit krasse Außenseiter in München.
Und die Bayern waren wohl auch recht arrogant, schreibt jedenfalls die Presse.
Das ganze Umfeld rechnet mit einem klaren Kantersieg. Also man spricht darüber,
wie hoch man gewinnen werde.
Doch das Hinspiel am 19. Oktober entwickelt so eine richtige Demütigung.
Bereits in der zwölften Minute schlägt das Schicksal zu. Nach einer ungenügenden
Kopfballabwehr von Lothar Matthäus lauert Jeremy Goss an der Strafraumgrenze
und hämmert das Leder 20 Metern Volley ins Tor.
Der Ball war wirklich unheilbar für Raimund Aumann, der ging nämlich genau in
den Winkel. Und danach waren die Bayern wie paralysiert.
Gut aufgelegt von Lothar.
An der 26. Minute der nächste Nackenschlag. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld
schleißt sich Mark Bowen in den Rücken der schlafenden Bayern-Abwehr und vollstreckt
per Flugkopfball zum 2 zu 0.
Dann keimt so ein bisschen Hoffnung auf. Christian Nerlinger schießt nach einer
Flanke von Jorginho den Anschlusstreffer.
Man glaubt, das geht aufwärts. Und dann rennen die Bayern an.
Brian Gunn, der hat da wohl den Tag seines Lebens und hält den Sieg für Norwich
City fest. Es war das erste und einzige Mal, dass eine britische Vereinsmannschaft
ein Pflichtspiel im alten Münchner Olympiastadion überhaupt gewinnen konnte.
Ja, aber es gibt ja noch ein Rückspiel. 3. November an der Carroll Road in England.
Adolfo Valencia brachte Bayern schnell in Führung.
El Trennen.
Ja genau, El Trennen schießt sein Tor. Ein wichtiges Tor, denkt man.
Aber nach der Pause kommt der Ausgleich und dann passiert nichts mehr.
Und Bayern scheidet sang- und klanglos aus durch ein Unentschieden bei Norwich City.
Ich glaube, Uli Hoeneß war da gar nicht glücklich.
Nee, überhaupt so die ganze Atmosphäre bei Bayern war alles so angespannt.
Es lief alles nicht so richtig, wobei es in der Bundesliga noch ganz gut war.
Aber überhaupt die ganze Saison steht schon unter dem schlechten Stern,
weil Erich Rebeck hat jetzt eine Idee. Er möchte eine Revolution bei Bayern
durchführen, eine taktische.
Er schafft den Libero ab und er beginnt mit einer Viererkette zu experimentieren.
Ja, das wurde ja total ins Lächerliche gezogen damals, Erich und seine Kette.
Ja, leider.
Im Grunde war es wirklich revolutionär, aber das wurde ja total niedergemacht.
Und die Spiele hatten, ich erinnere mich dunkel, ihre Probleme, glaube ich.
Ja, alle. Lothar Matthäus, Helmer, Franz Beckenbauer, der Verfechter des Liberos war.
Dabei international wurde ja schon oft oder viel mit Viererkette gespielt.
Also tatsächlich war extremer Widerstand halt da und deshalb lief das auch alles
nicht so rund und deshalb musste er das auch ziemlich schnell im September quasi
nach diesen Pleiten machen.
auch wieder zurücknehmen.
Dann war seine Autorität bestimmt schon angeknackt.
Ja, auf jeden Fall. Und in der Bundesliga war es halt so, man startete okay,
man gewann gegen Bayer Leverkusen 2 zu 1. Aber es war von Anfang an so ein Auf
und Ab. Am siebten Spieltag traf man dann auf den Vorjahresmeister Werder Bremen erneut.
Und das war auch wieder so eine richtige Schlacht. Wobei Jan Wauters,
dem Andi Herzog, nach 27 Minuten einen richtigen Ellenbogenschlag verpasst.
Der hatte dann eine richtige Schädelprellung und musste ausgewechselt werden.
Ja, darauf wird dann der Neuzugang von Werder Bremen eingewechselt. Mario Basler.
Und der schießt direkt einen Freischuss an den Pfosten.
Und in der 52. Minute bereitet er das Tor von Bernd Hopsch vor und Bayern verliert 1 zu 0.
Bernd Hopsch, das war da auch so ein ganz zuverlässiger Torschütze bei Werder.
Aus dem Osten kam der. Das war ein sehr, sehr, sehr zuverlässiger, cooler Typ.
Ja, das war mal wieder so ein typischer Bremen-Transfer. Wo die wieder irgendeinen
guten Spieler geholt, den anderen nicht so auf dem Schirm hatten.
Ja, super Scouting. Sehr kreativ. Leverkusen ja teilweise auch in der Zeit.
Jetzt hat man ja die Viererkette ad acta gelegt. Dann ist die Frage,
wer wird der neue Libero?
Ich muss mal gerade einwerfen. Ich habe nämlich gerade mal natürlich live nachgelesen,
Bernd Hopsch kommt aus Leipzig.
Ja.
Erster FC Lokomotive und dann VfB Leipzig. Dann nach Bremen.
Ja, der VfB Leipzig, der war ja auch in der ersten Liga dann.
Erster deutscher Meister 1903, wohlgemerkt.
Ja.
Aber Lokomotive Leipzig war ja auch einer der größten, wichtiger Vereine der
DDR. Aber das nur als Exkurs.
Ja, aber jetzt ist ja die Viererkette abgeschafft. Jetzt schauen wir mal,
wer wird denn der neue Libero?
Und einer, der unbedingt Ansprüche anmelden muss, ist Olaf Thon.
Obwohl der ja oft verletzt ist. Und den hatte ich auch überhaupt nicht so als
Libero gesehen. Der ist ja auch sehr klein gewesen und war jetzt auch nicht der Schnellste.
Aber Thomas Helmer will natürlich auch Libero werden.
Und Erich Rebeck hat einen ganz anderen auf dem Zettel, nämlich den Lothar.
Natürlich, den Lothar wird man heute sagen.
Auf der Rückschau, ja.
Ja, aber der spielte da bei Bayern noch im defensiven Mittelfeld.
Der wird dann zum Libero gemacht.
Aber die größte Sensation in der Saison 93-94, in der Hinrunde zumindest,
ist Eintracht Frankfurt mit Trainer Klaus Topmöller.
Die starten mit 20 zu 2 Punkten, 11 Spiele ungeschlagen und die spielten ja
so einen richtig berauschenden Offensivfußball.
Das war doch hier der Jeboa, dann war, wer war denn dann noch vorne?
Ja, die hatten eine super Mannschaft mit Uli Stein, Manfred Binz,
Rudi Bommer, Maurizio Gaudino, Slobodan Komljenowitsch, Uwe Bein,
Ralf Falkenmeier, Ralf Weber, Antony Jeboa, Jan Vortok und JJ Okoccia.
Ja, JJ Okocha, Uwe Bein, Jeboah, also alle Namen noch voll präsent.
Der Jan Vortorg war auch eine ganz gute Mannschaft insgesamt. Krass.
Ich hatte damals in der Saison, jetzt erinnere ich mich dunkel,
auch sofort gesagt, die werden Meister und wenn ich ehrlich bin,
hätte es der Eintracht auch gegönnt.
Ja, ich meine, das war ja so ein richtiger Hype um diese Mannschaft,
wie die gezaubert haben. Das berühmte Tor von Okocha gegen Kahn. Ja.
Und auch die Frankfurter waren der Meinung, wir holen die erste Meisterschaft
seit 1959. Wir hatten sogar schon Meisterschaftst-T-Shirts gedruckt.
Und das in der Hinrunde. Ziemlich mutig.
Etwas voreinst. Ernsthaft.
Ja, zumindest so die Fans und so. Da wurde viel gemacht, weil so der Hype um
diese Mannschaft bestand.
So der ganze Hype wurde ja dann auch durch Klaus Topmöller befeuert,
denn der haut ja einen Spruch nach dem anderen raus.
Ja, ja, Boulevardgold.
Der erste Spruch war, her mit dem Titel. Da hat er so ein Interview gegeben.
Nach dem ersten Spieltag hat der Topmöller nach einem Kantersieg bereits für
Kopfschütteln gesorgt.
Denn der hatte den DFB angeschrieben und wollte eine Kopie der Meisterschale
haben und hat die dann in die Kabine mitgenommen, um ganz klar zu machen,
was er will. Er will Meister werden.
Geile Motivation.
Ja, das war ja wirklich so ein Motivationskünstler. Ja, und dann haute er natürlich,
als es so richtig gut lief, eintragt, hatte neun Siege, zwei Unentschieden.
führte die Tabelle souverän an und war dann mit dem Spruch zitiert worden, bye bye Bayern.
Naja, es war dann auch noch nach der Niederlage gegen Norwich City.
Naja, und dieser Spruch, der reizt natürlich die Bayern-Bosse,
insbesondere Uli Hoeneß und die Mannschaft. Die Münchner nutzten dann dieses
Zitat, um sich natürlich noch extra zu motivieren und um das Blatt dann noch zu wenden.
Naja, in einem anderen Interview sagt der Top-Meller dann sowas,
tja, ich bin so ein guter Trainer, obwohl er ja damals noch nichts gewonnen
hatte. Er sagte dann sowas wie, wer soll mir fußballerisch denn überhaupt noch etwas vormachen?
Ich sehe alles, ich erkenne alles, ich kann jedem sagen, was er falsch macht.
Also ein bisschen Hybris, würde ich sagen.
Selbstbewusst, ja. Sehr gut. Aber sehr, sehr witzig. Finde ich gut.
Dabei richtig provokant.
Naja, am 23.10. 1993 traf dann Frankfurt mit vier Punkten Vorsprung auf Bayern München.
Und einen Tag vorher gab Uli Hoeneß ein Interview in der FAZ und wird dann auf
den Klaus Topmeller angesprochen. Und das ist ja nicht so Hundläufe bei Bayern.
Man sieht sich ja da angeblich schon nach einem neuen Trainer umguckt. Der Uli wiegelt dann ab.
Der Topmöller. Ja, im Moment läuft da ja alles super bei Frankfurt. Alle jubeln ihm zu.
Aber man müsste mal abwarten, wie es sei, wenn der mal ein paar Spiele verliere.
Dann würde man sehen, ob er ein großer Trainer ist. Und das Ganze war jetzt
schon so ein bisschen prophetisch.
In dem Spiel gegen Bayern München war das ja dann das absolute Top-Spiel und
der Top-Möller setzt dann da nochmal so einen drauf, so als Motivation.
Wenige Stunden vor dem Anpfiff betrat er mit einem Falkner die Mannschaftskabine
und auf dem Arm einen riesigen lebenden Steinadler.
Die Adler.
Genau, die Frankfurter Adler, ist klar, und hält dann so eine flammende Rede auf.
Mit Blick dann auf dieses majestätische Raubtier und erklärt,
genauso müssten die dann auch sein, wenn sie gegen Bayern spielen.
Jeden Samstag müssen sie sich die Beute holen und punkten.
Sehr martialisch, hervorragend.
Dementsprechend gehen die Frankfurter auch ins Spiel. Jan Vortag erzielt schon
das 1 zu 0. Nerlinger gleicht dann noch aus.
Aber kurz vor der Pause geht Bayern dann durch Lothar Matthäus in Führung.
Nach der Pause entfällt dann das 2 zu 2 durch J.J. Okocha und dann bleibt es
bei diesem Unentschieden, es bleibt bei der 4-Punkte-Vorsprung und im Grunde
jubeln die Frankfurter. Von da an ging es dann für die Eintracht nur noch bergab bis Weihnachten.
Ja, die werden noch Herbstmeister. Also Herbstmeister war dann noch nicht der
Abschluss in diesem Jahr, sondern dann fanden noch zwei weitere Spieltage statt,
schon der Rückrunde bis Weihnachten.
Aber Herbstmeister werden sie noch. Verloren dann aber vom 16.
bis zum 19. Spieltag vier Spiele in Folge.
3-0 gegen den HSV, 3-0 gegen Köln, 3-0 gegen Gladbach und 1-0 gegen Bremen.
Und das mit dieser Offensive vor allen Dingen.
Und leider versang die Mannschaft dann so richtig im Chaos. Der Anthony Jeboa
war ja schon ab dem neunten Spieltag durch einen Kreuzbandriss verletzt,
fiel ewig aus, deshalb spielt ja auch Jan Vortok.
Und auf Dauer konnte das dann halt nicht aufgefangen werden und man zerstritt
sich dann halt auch. Du hast ja eben schon angesprochen, JJ Okocha.
Das ist die Saison, wo dann am 31.8. das Spiel Frankfurt gegen Karlsruhe ist
und er dieses Jahrhunderttor schießt, würde ich sagen. Also in meiner Erinnerung
ist es wirklich eines der besten Tore überhaupt.
Ja, im gegnerischen Strafraum tanzt er quasi die ganze KSC-Abwehr ja schwindelig.
Täuscht Schüsse an, schlägt mehrfach Haken, ließ die Verteidiger Slaven Bilic
und den jungen Torwart Oli Kahn mehrfach buchstäblich auf dem Hosenboden landen.
Und schiebt ihn dann ja ins Tor. Also das ist ein super Tor.
Aber das kennt wahrscheinlich jeder.
Es gibt,
in den 70er Jahren in Großbritannien, in UK, also in der ersten Division in
England, ein ähnliches Tor von Eddie Gray von Leeds United.
Also kann man, wenn man einmal bei YouTube ist, auch sich mal raussuchen,
ähnliches Tor, wo der auch gefühlt eine halbe Mannschaft blamiert und ausspielt
und dann in ein Tor schießt.
Ja, das Tor von Okocha, das wird dann auch das Tor des Jahres natürlich 93,
aber es rettet die Saison nicht.
Aber noch vor der Winterpause, da sind wir ja, wird Lothar Matthäus am 17.11.93
Rekordnationalspieler.
Aber das Ganze wird durch einige Skandale überschattet, hat es ja schon angedeutet.
Aber zunächst war es so, auf dem Oktoberfest wurde Lothar Matthäus,
der seinen zweijährigen Sohn damals dabei hatte, von einem holländischen Fan
aus nächster Nähe gefilmt.
Und der Matthäus regt sich sehr darüber auf und das Ganze gibt dann so eine
Diskussion oder so einen Streit.
Nach der Schilderung des Fans soll der Lothar Matthäus zu ihm gesagt haben,
ach, auch noch Holländer?
Das sind eh alles Arschlöcher und du bist wohl vom Adolf vergessen worden.
Ja, das war eine ganz, ganz... Er hätte aber den Mund halten sollen, der Lothar.
Der Lothar hat aber immer bestritten, dass er das so gesagt hat.
Aber so wurde es dann kolportiert in der Presse.
Aber ein Zwischenfall, der wohl nicht abgestritten ist, ist dann ein weiterer
Zwischenfall am Düsseldorfer Flughafen.
Sehr humorvoll, ja.
Da treffen die Bayern-Spieler auf die Basketballerin vom TUS Lichterfelde.
Und die jungen Spielerinnen erkennen dann natürlich die Bayern-Stars und die
kichern so ein bisschen.
Und aus der Gruppe geht dann der Lothar Matthäus so raus und erklärt dann den
Damen, hey, unser Schwarzer, der hat so einen langen und gemeint war natürlich
Adolfo Valencia, El Trenn.
Der Entlauber, genau.
Der Entlauber.
Ja, der Lothar, das waren noch witzige Geschichten.
Ja, der war halt noch spontan.
Genau, ein echter Typ, würde man heute sagen.
Ein Meister des gepflegten Herrenwitzes.
Ja, das wird man heute, wird es wahrscheinlich einen riesen Shitstorm geben.
Aber das war halt der Lothar damals.
Ja, zu Recht, andere Zeit, genau.
Naja, bei Bayern war es nicht so ganz so witzig. Zur Winterpause gibt es ein
weiteres Zerwürfnis zwischen Erich Ribbeck und Raimund Aumann.
Denn da war schon bekannt, Bayern flirtet mit Olli Kahn.
Und das passt dem Aumann so überhaupt nicht.
Allerdings wird ihm vom Verein klargemacht, dass das seine letzte Saison bei
Bayern München sein wird. Und daraufhin gibt der Aumann dann das Kapitänsamt
ab und der Erich Rebeck ernennt dann Thomas Helmer erstmal als Kapitän, nicht Lothar Matthäus.
Und wem das auch überhaupt nicht passt, ist Olaf Thon, denn der war Vizekapitän
und der schmeißt dann sein Vizekapitänsamt auch hin.
Der hat sich vielleicht wichtig genommen, der Olaf Thon, das war dann ja so
ein Mitläufer bei Bayern.
Ja, das lag natürlich daran, an sich ein Superspieler, aber der war halt immer
viel verletzt bei Bayern dann in den letzten Jahren.
Naja, zur sportlichen Misere gesellt sich dann auch noch ein Zoff in der Führungsetage.
Fritz Scherer glaubt, Vizepräsident Karl-Heinz Rummenigge trachtet ihm nach dem Amt.
Und das war wohl auch so, denn im nächsten Jahr sollten Neuwahlen stattfinden.
Der sollte dann wohl nicht mehr Präsident bleiben und tatsächlich wird es auch so kommen.
Aber das ist ja dann erst in der nächsten Saison.
Ja, und Ärger gibt es auch, weil sich ein Ex-Bayern-Spieler nochmal meldet,
Thomas Berthold. Und der gießt dann auch Öl ins Feuer und sagt,
bei Bayern, da ist der Lack ab.
Und das Training unter Augenthaler und Ribbeck war ja wie vor 30 Jahren.
Der Uli Hoeneß schießt dann zurück. Für mich ist Thomas Berthert damit für immer gestorben.
Ja, aber das ist so eine ganz, ganz viel ist Bayern da so negativ in der Presse.
Und man ist generell auch unzufrieden mit dieser Saison und mit dem Erich Ribbeck.
Und der Franz Beckenbauer, der wird dann auch interviewt und sagt dann,
ja, in der Notlage würde er natürlich auch dem FC Bayern helfen.
Aber er sehe ja gar keine Notwendigkeit.
Nach seiner Meinung sollte Erich Rebberg bis zum Saisonende bleiben.
Mehrheitsfähig war dieser Punkt allerdings nicht. Und schon drei Tage später
klingt Beckenbauer etwas anders und sagt, naja, für ein paar Monate würde es
schon gehen, dass ich Bayern übernehme.
Aber vor Weihnachten wolle man nichts entscheiden. Und dann kommt an Heiligabend erstmal ein Schock.
Ex-Präsident Wilhelm Neudecker, der stirbt am Heiligabend.
Aber nach den Weihnachtsfeiertagen, beziehungsweise am zweiten Weihnachtstag,
ist es dann so, die Entscheidung ist getroffen, diese sportliche Stagnation,
die will man nicht weiter haben, weil es lief einfach auch nicht gut.
Man war zwar ein Dritter in der Winterpause,
Aber man hatte nur 24 zu 16 Punkte und dann hatte man ja dieses katastrophale
Ausscheiden um Eva Kapp.
Fritz Scherer zieht dann die Reißleine am 27.12. und entlässt Erich Rebeck.
Dazu muss man sagen, diese ganze Liga war ja auch total schwach oder anders
gesagt sehr, sehr ausgeglichen.
Leverkusen war in dieser Winterpause mit 25 zu 15 Punkten, also nur ein Punkt besser, erster.
Und vom ersten bis zum neunten der Liga lagen nur fünf Punkte.
Also eigentlich eine Panikreaktion von Bayern, da war doch alles drin,
alles dicht beisammen, warum man dann den armen Erich Riebeck rausschmeißt.
Die waren, glaube ich, tiefer unzufrieden mit dem, also haben den ja voll demontiert auch.
Ja, also das hatte sich ja schon die ganze Hinrunde auch mit der Viererkette
und so, da wurde dann ins Lächerliche gezogen.
Da war eigentlich schon klar, also zur nächsten Saison war klar,
würde er auf jeden Fall gehen.
Naja, und man hat ja auch eine gute Lösung gefunden, dass Erich Ribbeck übernimmt
nämlich Franz Beckenbauer das Amt.
Der wird noch am 27. Dezember in seiner Residenz in Kitzbühel angerufen Und
der übernimmt dann das Amt und belässt Klaus Augenthaler als Stellvertreter, als Co-Trainer.
Naja, das Ganze ist natürlich auch wieder so ein riesen mediales Ereignis.
Beim ersten Training nach der Winterpause sind 3000 Schaulustige an der Säbener
Straße und Horden von Reportern aus der ganzen Welt.
Tja, der Weltmeister, der Kaiser.
Der Kaiser strahlt eine natürliche Autorität aus. Angeblich sind alle Grabenkämpfe
jetzt sofort verstummt, weil der Franz halt da ist. Und er greift dann direkt mal durch.
Er nennt Lothar Matthäus zum Kapitän.
Und schon am 6.01.1993 verkündet Oli Kahn, dass er im Sommer der neue Torwart sein wird.
Um es vorweg zu sagen, Raimund Aumann verkündet dann auch schon im April seinen
Wechsel zu Besiktas Istanbul.
Also er macht es wie Toni Schumacher, geht in die Türkei. Ja,
nach der Winterpause geht es so ausgeglichen in der Liga weiter,
dass sogar einmal der MSV Duisburg Erster wird der Liga, die Zebras.
Aber ab dem 23. Spieltag wird Bayern Spitzenreiter.
Und jetzt könnte man ja denken, jetzt haben sie sich endlich durchgesetzt,
es bleibt es dabei. Aber ein Verein bleibt ihnen ganz nah auf den Fersen.
Der erste FC Kaiserslautern unter Friedel Rausch.
Ja, die hatten sich so rangepusht und haben Bayern sogar am 14.
April eine krachende 4 zu 0 Niederlage am Betzenberg zugefügt.
Ja, am Betzenberg war immer ganz schwierig. Legendäres 7 zu 4 Niederlage in den 70ern.
Franz Beckenbauer erklärt während der Saison ganz klar, er wird auf keinen Fall
weitermachen. Obwohl man alles probiert hat, um ihn zu halten.
Und es wird verkündet, dass ein großer Trainer kommen wird. Giovanni Trapattoni
wird der neue Trainer zur neuen Saison.
Und das wird ja bei Bayern eine ganz lustige Zeit werden mit Giovanni Trapattoni.
Man erinnere sich nur an die Flasche leer.
Ja, der Mister, der hat mit einem riesigen Renommee aus Italien und so richtig,
konnte das bei uns dann nicht einlösen.
Leider. Ja, der war ja mega erfolgreich als Trainer.
Ja, ja. Er wurde in Deutschland immer so ein bisschen zu veralbert,
fand ich. Das ist ein ganz seriöser, auch als Spieler hochdekorierter Mann.
Aber okay, das ist in der Zukunft.
Ja, dann gibt es noch eine Kuriosität. Bei einem Spiel von Bayern gegen Nürnberg,
das sogenannte Phantomtor.
Thomas Helmer.
Genau. Beim Spiel Bayern gegen Nürnberg gab es das berühmteste Fehlurteil der
Bundesliga-Geschichte.
Nach einer Ecke in der 26. Minute stochern alle vor dem Torwart rum, auch Thomas Helmer.
Der schafft es aus kurzester Distanz nicht.
den Ball irgendwie ins Tor zu drücken, sondern der Ball fällt irgendwie durch
seine Beine kläglich neben den Pfosten des Tors. Und trotzdem meint der Linienrichter
Jörg Jablonski plötzlich, der Ball war drin.
Schiedsrichter Hans-Joachim Ommers, der gibt das Tor und riesige Proteste und
ein Aufreger sondergleichen.
Vor allem auch Thomas Helmer ist so perplex, weil der erinnert sich noch,
als er den Ball nicht ins Tor kriegt, grinst ihm der Andi Köpke auch noch so
richtig an und er schämt sich eigentlich und dann ist der Ball dann doch drin.
Tatsächlich endet das Spiel dann 2 zu 1 für Bayern, auch vor allem,
weil der von Bayern gekommene Manni Schwabel in der 86.
Minute kläglich einen berechtigten Foul-Elfmeter vergibt und an Raimund Aumann schaltet.
hat. Wie es so ist, Nürnberg legt offiziell Protest beim DFB ein und das Ganze wird dann verhandelt.
Unser Sportgericht entscheidet dann, dass ein klarer Regelverstoß des Schiedsrichtergespannens
vorliegt und ordnet ein Wiederholungsspiel an.
Und dieses Wiederholungsspiel fand am 3. Mai 1994 statt und die Nürnberger gehen
da in dem Spiel völlig unter. 0 zu 5 verlieren sie und
Das führt dann unter anderem auch dazu, dass Nürnberg in dieser Saison dann
absteigt. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz nämlich.
Und die waren punktgleich mit Freiburg.
Ah, traurig.
Also ein richtiger Skandal war das ja damals.
Da hätte man da schon den VAR gehabt. Das war nämlich einer dieser ganz krassen
Fälle, wo man dann irgendwann auch ins Überlegen kam. Ja, wäre schon gut so
eine Videoüberwachung.
Ja, und das hat ja dann so richtige Ausmaß angenommen.
Der Schiedsrichter Ommers, der hat dann Morddrohungen erhalten,
vor allem von Nürnberg-Fans. Natürlich, klar, durch dieses ganze Missgeschick
wird das Schicksal des Vereins entschieden.
Ja, das ist natürlich echt saublöd.
Naja, aber es kommt dann noch das Finale Furioso in dieser Saison.
Ist ja noch nicht klar, wer Meister wird.
Am letzten Spieltag, dem 7.
Mai, machen die Bayern endgültig die Meisterschaft perfekt.
Vor 63.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastand besiegt das von Beckenbauer
trainierte Team Schalke 04 mit 2 zu 0.
Lothar Matthäus erlöst die Fans mit dem Führungstreffer, ehe Jorginho dann mit
einem herrlichen Traumtor den Endstand besiegelt.
Aber die Lauterer, die waren natürlich bedient, denn die sagen,
durch dieses Phantomtor, wenn das nicht gewesen wäre, wäre vielleicht Nürnberg
nicht abgestiegen und Bayern hätte ja vielleicht nur einen Punkt bekommen.
Dann wäre nämlich die Lauterer erster geworden, möglicherweise.
Und das Ganze zieht sich dann sogar noch bis in den späten Abend ins aktuelle Sportstudio.
In der Sendung wird dann live zur Meisterfeier der Münchner in den Salvatore-Keller
geschaltet und der gut gelaunte Wolf-Dieter Poschmann grüßt die Bayern mit den
Worten, auch die Lauterer gratulieren, denn der Friedel Rausch war
der Gast im Sportstudio und man konnte es ihm richtig ansehen,
mit was für einer schlechten Laune der da saß und dann auch noch völlig perplex
war, dass der Poschmann das dann so raushaut und sagt dann auch noch sowas
wie, ey was soll das denn heißen? und
Der Franz Beckenbauer und die Bayern, die sind schon so richtig gut drauf.
Man hat schon so das eine oder andere getrunken. Die Krawatte sitzt so locker
und der Franz Beckenbauer haut dann so in die Runde raus. Ja,
mei, der hat ja einen Vogel.
Alles lacht natürlich. Und der Poschmann, der muss das Ganze dann irgendwie
so moderieren und sagen, ja, das klären wir alles gleich an der Torwand.
Und dann kommt es zu dem ganz berühmten Torwandschießen mit Franz Beckenbauer.
Ach, das war da. Ah, okay. Erzähl mal.
Denn der Franz Beckenbauer sagt dann noch, ja, Torwand schießen.
Aber er bräuchte ja dann einen höheren Schwierigkeitsgrad.
Und so lässt er dann ein Weißbierglas, einen halben Liter, aufstellen.
Sehr geil.
Der Lothar legt noch den Ball da drauf. Aber natürlich dem Kaiser gelingt dann
das Wunder, er schießt den Ball vom Bierglas genau ins Loch in der Torwand unten
rechts. und alles jubelt natürlich. Das ist ja eine ganz bekühmte Anekdote.
Und damit endet die Saison versöhnlich für Bayern. Und der Kaiser ist natürlich
endgültig die Lichtgestalt, dem alles gelingt.
Sogar der Schuss vom Bierglas.
Genau. Ja, das war meine Folge über die Saisons 92-93 und 93-94.
Ja, super, mega. Also da war das eine ja dann doch richtig, naja,
richtig gut nicht, aber mit einem Meistertitel immerhin 93-94.
Ah ja, ich bin sehr gespannt auf das folgende Jahr mit dem Mr. Trapattoni dann.
Ja, da wird es aber jetzt ein bisschen dauern, glaube ich, bis wir darauf zurückkommen.
Das war ja jetzt auch alles sehr fußballlastig. Ich denke mal,
jetzt werden wir dann demnächst erstmal uns nochmal anderen Sportarten zuwenden.
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